Samstag, 1. Oktober 2022
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Von der Wiege der Demokratie direkt in den Brunnen gefallen? Hambacher Fest zeigte eine Freiheit, wie sie nur noch eine Seite will

Von Michael Stecher und Alex Cryso

Gähnende Leere bei der offiziellen Demokratieveranstaltung des schwer bewachten Hambacher Schlosses. Foto: Privat.

Im Jahre 1832 zogen rund 30.000 Menschen auf das Hambacher Schloss, um für die Meinungs- und Pressefreiheit einzutreten. Die „Wiege der Demokratie“ in Deutschland fand so ihren Ursprung. Exakt 190 Jahre später ist es um die Demokratie in unseren Land längst nicht mehr ganz so gut bestellt und das traditionelle Fest vom vergangenen Wochenende erhielt einen grotesken Beigeschmack. Schon alleine, dass Altbundespräsident und DDR-Pfarrer Joachim Gauck („Wir können auch mal frieren für die Freiheit“)  vom Neustädter Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) für den Einsatz in Sachen Demokratie ausgezeichnet wurde, wirft ernste Fragen auf. Nämlich genau die, was die klassische Demokratie heutzutage überhaupt noch ist?

Längst muss man den Linken vorwerfen, den Begriff zu den eigenen Gunsten zu verdrehen und zu missbrauchen. Aus „Freiheit ist immer die des Andersdenkenden“ ist ein selbstgefälliges „Freiheit ist die, welche nur noch einer Seite gefällt“ geworden. So wurden im Rahmen der Festaktivitäten rund 3.000 ganz in weiß gekleidete Besucher von der Presse als „Störer“ diffamiert. Das Programm sei am Samstagnachmittag angeblich so massiv flankiert worden, dass das Schloss vorübergehend dicht gemacht werden musste. Weigel empörte sich: „Alleine durch das Tragen uniformer Kleidung und einer gewollten Spaltung der Festteilnehmer hat das Verhalten dem einigenden, weltoffenen und bunten Charakter des Demokratiefestes widersprochen!“ Fahnen der Reichsbürger wurden gesichtet und Holocaust-relativierende Parolen skandiert. Mitglieder des „Bündnisses gegen Rechts“ angefeindet und mit Müll beworfen. Angeblich.

Ein paar demente Rentner verließ die Kraft gegen Rechts und sie blockierten den Treppenaufstieg:

Omas gegen Rechts blockieren den Aufstieg

Hingegen bestätigte die Polizei, dass alles friedlich verlaufen sei und man eine positive Bilanz ziehen konnte. Leider waren die Patrioten anhand einer Straßenblockade dazu gezwungen worden, den Versammlungsleiter zu benennen. Wanderer wurden ohne konkrete Gesetzesgrundlage von den Ordnungshütern gefilmt und vom Verfassungsschutz fotografiert. Oben auf dem Schloss feierte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) derweil seinen privaten Umtrunk – natürlich auf Kosten des Steuerzahlers.

Einkesselung der weiß gekleideten Demonstranten. Foto: Privat.

 

Bei all den Ereignissen wird die Forderung nach mehr Volkssouveränität immer lauter. Beim Hambacher Fest wurde jedenfalls ein Volksfest ohne Volk gefeiert, das nicht mehr so zu Wort kommen darf, wie es will und wie es die Grundsätze der Demokratie eigentlich gestatten. Wer darf die Zustände kritisieren, wann und warum? Das Grundgesetz genehmigt die freie Versammlung ohne Waffen und gewaltsamen Hintergrund für jedermann. Leider rutscht Deutschland immer mehr in Richtung Linksstaat ab, in dem nur noch die Meinung von einer Seite zählt. Es scheint, als bräuchten wir in Zukunft eine noch bessere Vernetzung und noch mehr Solidarität in patriotischen Kreisen. Auf dem Hambacher Fest wurde die klassische Demokratie ausgeblendet und durch ein linkes Scheinbild ersetzt.

Das patriotisches Video von MSR Aufklärung dazu:

Gedanken zum letzten Wochenende:

Die Stellungnahme der patriotischen „Freien Pfälzer“ zu den angeblichen Übergriffen der Patrioten fällt wie folgt aus:

„Nicht angemeldete Demonstration bei Demokratiefest“ zürnt der SWR. Der DGB spricht von einem „pöbelnden, demokratiefeindlichen Mob“

Hätten sich die Menschen im Jahre 1832 ihre „Demonstration“ ihr „Fest“ verbieten lassen, was die damalige bayerischen Regierung der Pfalz mittels eines Verbot des Festes ja versuchte, aber glücklicherweise damit genau so scheitertet wie die Herrschenden in unseren Tagen – wir hätten wohl heute keine „Demokratie“, da das Hambacher Fest dann nie stattgefunden hätte!

Es ging damals übrigens um genau das Gleiche wie heute:

„…die Gewährung politischer Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit, die Begrenzung der Fürstenherrschaft durch verstärkte politische Mitwirkungsmöglichkeiten des „Volkes“ …“

Wie weit es mit Meinungsfreiheit in unsren Zeiten bestellt ist, kann man an den Löschorgien in den „Sozialen Netzwerken“ wie Twitter, YouTube und Facebook sehen! Wie weit die Pressefreiheit noch geht, sieht man am Ausschluss des kritischen Journalisten Boris Reitschuster aus der Bundespressekonferenz, dass man Jürgen Felger (WIM) als kritischen Journalisten zwei Stunden lang den Zutritt zur Veranstaltung „Fest der Demokratie“ untersagt, dass ein Sender wie RT, welcher ebenfalls nicht im Sinne der Herrschenden berichtet, schlicht VERBOTEN wird oder dass Journalisten wie Ken Jebsen in Deutschland einfach nicht mehr arbeiten können, weil man ihm sämtliche Bankkonten gekündigt hat.

In der (Schein-)Demokratie, welche wir heute haben, hat der einfache Mensch nur zwei Möglichkeiten, seine Stimme zu erheben: Bei Wahlen oder bei Demonstrationen. Wahlen sind – wie wir erst vor kurzem in Berlin ganz offensichtlich sehen konnten – das Papier nicht mehr wert, auf dem der Stimmzettel gedruckt ist. Und das Verbot von Demonstrationen wurde bekanntlich von den Herrschenden in den letzten zwei Jahren zum Volkssport erkoren.

Die Demonstranten sammeln sich unten in der Stadt. Insgesamt sollen es 7000 gewesen sein.

Dem DGB möchte ich nahe legen, sich die Menschen auf den Hunderten Videos und Fotos  zur Wanderung hoch auf das Schloss anzusehen. Wer die auf diesen Videos und Bildern für jeden erkennbare und sichtbare Mitte der Gesellschaft als „pöbelnden demokratiefeindlichen Mob“ bezeichnet, hat jeglichen Bezug zu den Menschen und dem, was wir einst als „Freiheit“ definierten, verloren.

***

Eine weitere Stimme:

Das Hambacher Fest vor vierzig Jahren und heute.

Im Jahr 2022 ist Wandern „Nazi“. Deutsche Panzer und Kanonen rollen wieder einmal gegen Russland und eine Kriegsregierung schwört das deutsche Volk auf einen Vernichtungsfeldzug gegen Putin ein.

„Frieden den Hütten – Kampf den Palästen“ lautet damals das Motto der katholischen Studenten. Und die Politprominenz um Sozialminister Rudi Geil und Kultusminister Georg Gölter stellte sich den Anwesenden damals höchstpersönlich.

Wer richtig denkt, darf Limousine fahren.

Im Jahr 2022 verschanzt sich Innenminister Roger Lewentz zu einem Selbstgespräch mit ausgewählten Pressevertretern im nun restaurierten Bergfried und die Schlossherrin sucht Schuldige für den erhofften und leider entgangenen Speisen- und Getränkeumsatz, den sie selbst durch das Aussperren tausender Bürger verursacht hat.

Links:

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/neustadt-fest-der-demokratie-100.html

https://t.me/fp_live/3499

https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Fest

https://t.me/tomsfreiheitskanal

https://archive.ph/yL4se

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3 Kommentare

  1. Die Bürger müssen sich ihre Souveränität und ihre demokratischen Rechte gegen den Widerstand der menschen- und bürgerfeindlichen polit-medialen Front ERZWINGEN. Friedlich und gewaltfrei, aber entschlossen, unbeugsam und solidarisch.
    Wo sind eigentlich all die Stubenhocker und Sofafurzer, die immer so gerne von IHRER DEMOKRATIE schwadronieren, wenn es denn mal ankommt ?

  2. Maria, ist nicht die Polizei, wie es leider schon immer war, Teil dieser repressiven “Staatsdoktrin”? Dazu muss man sich nur ansehen, was 2021 die PolizeiGrün.ev über Hans-Georg Maaßen schreibt: https://www.polizei-gruen.de/2021/05/hans-georg-maaen-der-wolf-im-schafspelz.html Sind die überhaupt noch für den Polizeidienst geeignet, wenn sie so über einen führenden Dienststellenleiter einer Sicherheitsbehörde urteilen? Wie werden sie im Falle eines Falles die Diktatoren, aber nicht die Freiheitsvertreter, bekämpfen. Ich denke ja, denn sie waren schon immer das Werkzeug in den Händen der “Mächtigen” gegen das eigenen Volk. Meine Einstellung gegenüber der Polizei ist sehr ambivalent und gleitet immer mehr in die komplette Ablehnung hinüber. Wie sang Lisa Fitz? Deutschland, quo vadis? Ich frage noch cui bono?

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