Sonntag, 2. Oktober 2022
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1982: Zahl der Türken sollte schon damals um 50 Prozent reduziert werden

Von Alex Cryso

Selim war für seine Grausamkeit bekannt und verfolgte erbarmungslos Aleviten und Schiiten. Zahlreiche Moscheen in Deutschland wurden nach Sultan Mehmet II. mit dem Beinamen „Christenschlächter“ benannt.

Es ist noch gar nicht lange her, da wurden die ersten türkischen Gastarbeiter in Deutschland geradezu über den grünen Klee gelobt: Vom „kleinen Koffer voller Hoffnung“ war da die Rede, lange anhaltenden Freundschaften und natürlich den angeblich so unschätzbar wertvollen Diensten der bis heute kulturfremden Neuankömmlinge. Das erste Türkei-Anwerbeabkommen von 1961 hatte eine nicht mehr enden wollende Entwicklung in Gang gesetzt, deren unheilvolle Bahnen bis heute gezogen werden. Bevor Merkel 2005 den Islam zur unantastbaren heiligen Kuh erklärte, wurden die Türken allerdings ganz offen als das wahrgenommen, was sie wirklich sind: Im Gegensatz zu den vielen Italienern, Kroaten, Griechen und Spanier nicht integrierbare Außenseiter in eigenen Parallelgesellschaften, mit akutem Bildungsrückstand und schlechtem Benehmen. Der 2017 verstorbene Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hatte radikale Pläne, die Zahl der hiesigen Türken um mindestens 50 Prozent zu reduzieren.

Das war schon 1982 der Fall. Kohl hatte gerade die Kanzlerwahl für sich entschieden, als es sehr schnell darum ging, unter den hiesigen Ausländern gewaltig auszudünnen: Bereits in den nächsten vier Jahren, also bis 1986, sollte jeder Zweite die Heimreise antreten. Kohl dazu: „Es ist unmöglich für Deutschland, die Türken in ihrer gegenwärtigen Zahl zu assimilieren.“ Noch heute träumen Gutmenschen und Sozialromantiker von der Integration der Muslime, die jedoch zusehends gescheitert ist. Andersrum nimmt es leider dramatische Züge an: Volksverblödung, Verhaltensstörungen, das Freisetzen von kriminellen Energien, Selbstentfremdung oder die zwischenmenschliche Spaltung ist inzwischen das, was die Migranten mit uns machen. Kohl hingegen wollte Hunderttausende von Türken außer Landes schaffen. Was heute als rechtspopulistisch gilt war in der alten Hauptstadt Bonn normaler gesellschaftlicher Konsens.

Kohl weiter: “Deutschland hat kein Problem mit den Portugiesen, den Italienern, selbst den Südostasiaten nicht, weil diese Gemeinschaften sich gut integrieren.” Hingegen waren schon anno 1982 Zwangsehen oder Schwarzarbeit keine Kulturbereicherung, sondern einfach nur gesellschaftlicher Ballast. Deshalb sprach der Altkanzler vom „Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen“ und wer hier bleiben wolle, der müsse gefälligst Deutsch lernen. Viele aus der größten Gastarbeitergruppe, also den Türken, galten jedoch weder als integrationswillig noch integrationsfähig. Deshalb galt es schon 1982, die Zahl der Ausländer nicht weiter zu steigern. Auch Kohls Amtsvorgänger Helmut Schmidt (SPD) bestätigte fast zur selben Zeit: „Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze!“ Kanzleramtsminister Hans-Jürgen Wischnewski sprach vom „Hammel in der Badewanne schlachten“, wenn es um die Muslime ging. CSU-Politiker Carl-Dieter Spranger sagte: „Wer von Integration redet, hängt humanitätsseligen Träumen nach und muss viel eher ein Mengenproblem lösen.“ Hessens einstmaliger Ministerpräsident Holger Börner wollte den Zuzug von Migranten ebenfalls rigoros stoppen. Bereits 1982 lebten rund 1,5 Millionen Türken in Deutschland. Offenbar selbst in dieser Anzahl schon viel zu viel. 58 Prozent aller Deutschen betrachteten die heute als „Fachkräfte“ und „Zukunftschancen“ Titulierten damals noch als Ballast für die Sozialsysteme. Man hatte eine regelrechte Angst, von den Türken überschwemmt zu werden und wusste nicht, wie man sie wieder loswerden wollte. Und schon damals wurden die verschiedenen Zuwanderungsgruppen – vom Westeuropäer über den Asiaten und den Afrikaner bis zum Muslimen – ganz offen und parteiübergreifend in Kategorien wie Intelligenz oder soziale Fähigkeiten unterteilt.

Kohl versuchte es daraufhin mit einem Abschiedsgeld von 10.500 D-Mark sowie der Ausbezahlung der Rentenversicherungsbeiträge für ausreisewillige Türken. Eine Maßnahme, die sich jedoch als Flop erwies: Rund 100.000 Türken verließen daraufhin das Land, Zehntausende kamen im Gegenzug als Asylbewerber in die Bundesrepublik. Auch Kohl selbst wich spätestens 1993 teilweise sehr erheblich von seinem politischen Kurs ab, in dem er unter anderem die Einbürgerung erleichterte oder sagte, die „Migranten tragen erheblich zum Wohlstand der Deutschen bei.“ Im Jahr 2000 heiratete Sohn Peter zudem eine türkische Unternehmerstochter in Istanbul.

Alex Cryso

Links:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kohl-wollte-jeden-zweiten-tuerken-in-deutschland-loswerden-a-914318.html

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/kohl-gastarbeiter-gespraechsprotokoll

https://www.tagesspiegel.de/meinung/auslaender-in-deutschland-kohls-tuerken-raus-plaene-trafen-einen-nerv-der-deutschen/8596018.html

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