Montag, 3. Oktober 2022
StartHeimatliebeNicht mit Krieg gerechnet? Immer mehr Soldaten verweigern den Dienst

Nicht mit Krieg gerechnet? Immer mehr Soldaten verweigern den Dienst

Ja, warum verlassen gerade jetzt, wenn es ernst wird, Soldaten die Bundeswehr?

Nun, das könnte ganz generell am Zustand dieser Truppe liegen. Jahrelang war sie das ungeliebte Stiefkind, um das sich keiner kümmern wollte. Massive Einsparungen bei Personal und Ausstattung führten nicht nur zu einer düsteren Stimmung in der Truppe sondern erhöhen natürlich auch die Lebensgefahr in einem Kampfeinsatz.

Dann müssen wir noch über ihre offiziellen Oberbefehlshaber in Form von Verteidigungsministerinnen sprechen. Während bereits unter von der Leyen kaum noch flug- und fahrfähiges Material zur Verfügung stand, gab es dafür, ideologisch korrekt, schwangerschaftsfähige Uniformen. Die aktuelle, mehr als unwürdige Verteidigungsministerin „Der Gepard ist kein Panzer, der nur mit diesem Rohr in die Luft schießt“-Lamprecht, tut ihr übriges, um die Stimmung in der Truppe auf einen Tiefpunkt hinzubewegen. Mit solch peinlichen Auftritten gibt sie die ganze Bundeswehr in der Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preis.

Der Hauptgrund für diese Austritte ist meiner Meinung nach aber ein anderer. Die Ursache dafür liegt im Identitätsverlust der Soldaten, die jahrzehntelangen Säuberungsmaßnahmen ausgesetzt waren.

Wer aus tiefsten Herzen und aus innerster Überzeugung seinen Eid auf sein Volk und sein Vaterland schwor, wer Heimatliebe und Nationalstolz als Wertekompass in sich trug, musste alsbald damit rechnen, als Rechtsextremer aus den eigenen Reihen denunziert zu werden. So zerstört man Kameradschaft, auf die man aber in Kampfeinsätzen zwingend angewiesen ist.

Diese uralten Tugenden, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können, wurden verpönt und sogar an den Pranger gestellt. Doch ohne sie kann es niemals eine wehr- und verteidigungsfähige Bundeswehr geben. Denn letztendlich stellt sich für jeden Soldaten die Frage: „Für wen oder was bin ich bereit zu sterben?“ Kommt dann nicht wie aus der Pistole geschossen als Antwort – für meine Heimat, für mein Vaterland, für meine Familie – dann werden sie auch nicht bereit sein, nötigenfalls in Kriegshandlungen einzutreten. Eher werden sie Deutschland verlassen. Kann man es ihnen verdenken?

Wenn die mentale und die psychologische Basis fehlen, dann wird auch eine Aufstockung des Bundeswehretats nichts nutzen. Das Geld ist buchstäblich zum Fenster rausgeschmissen.

https://www.rnd.de/politik/bundeswehr-immer-mehr-soldaten-verweigern-den-dienst-DL4OO2GQ3K5G7M6ZT6MBZ6TUXE.html

Kommentarregeln: Bitte keine beleidigenden oder strafbaren Äußerungen. Seid nett zueinander. Das Leben ist hart genug.

Dr. Christina Baum
Dr. Christina Baum
Dr. Christina Baum ist Mitglied des Bundestags und gehört der AfD an. Sie ist außerdem Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages Frau Baum ist in der DDR aufgewachsen und hat daher, wie zahlreiche DDR-Bürger, besonders feine Antennen für Unterdrückung und Propaganda.

10 Kommentare

  1. Hin und wieder liest der Feind mit und der Text ist weg. Warum immer mehr Soldaten dämmert, die kaum nachvollziehen können, warum sie in Mali zur Rettung der französischen Kolonie verheizt werden, den Glauben eingehämmert bekommen haben, die Freiheit wird am Hindukusch verteidigt, glauben sie sind nur zur Hilfsaktion in Mali, ihnen dämmert, nachdem man den Streit mit Russland vom Zaune brach, dass sie für die größenwahnsinnigen geopolitischen Ziele der Eliten verheizt werden. Es scheint sich zu wiederholen, denn Soldaten die damals in der Sowjetunion stationiert waren haben beim Einsatzbefehl aus Berlin auf das eigene Volk zu schießen, aus Berlin, Fahnenflucht begangen. Auch die Sowjetunion unter Gorbatschow hatte kein Interesse am Massaker an den Bürgern der DDR. Ohne in Frage zu stellen, dass die, die den Krieg provozieren und diesen führen am Desaster Schuld tragen, es ist und war die Regierung in Kiew, die das eigene Volk brutal für globale geopolitische Interessen verheizt. Es ist die Regierung in Kiew, die obwohl Ukrainer und Russen gemeinsam unter der sowjetischen Diktatur gelitten haben, die den Befehl gab auf einstige Brüder und Schwestern zu schießen. Mit Russland und auch mit der Ukraine verbinden uns christliche historische, kulturelle Werte, mit der Ukraine, weil sie aus verschiedenen europäischen Ethnien besteht, mit Russland die gemeinsame Geschichte, wo die deutsche Adlige Katharina die Große zur Zarin wurde. Schon allein dieses Hinter Grundwissen verbietet es im Namen der anderen am Kriegsgemetzel sich zu beteiligen.

  2. Hatte kürzlich ein Gespräch mit einem Offizier der Bundeswehr. Von 30 Freiwilligen sind nach wenigen noch 10 übrig. Sie dürfen fristlos kündigen. Ein Witz ist das nicht. Leistungsbereitschaft gegen null, dafür Prämienempfangsbereitschaft umso größer. Unterbringung fast wie im Urlaub. Soldat darf nicht hart angefasst werden, weil er sofort kündigen kann. Mein Fazit: Nicht der Mangel an Gerät ist im Ernsfall das Problem. Die Schneeflockenarmee schmilzt dahin, wenn es heiß wird.

    • Die Schneeflöckchen Armee, damit sie sich überhaupt für geopolitische Ziele missbraucht werden können, werden sicher mit staatlicher Alimentierung verwöhnt. Die Demontage zeigt ihre Spuren, Soldaten die nicht mehr wissen, dass sie für die Landes Verteidigung früher ausgebildet wurden, mit Verweichlichung hat es wohl nur gering zu tun.

  3. Rundumschlag PAZ:

    „Ja, hinterher …“
    Warum Politiker straflos jeden Quatsch anstellen dürfen, und wieso „Verzicht“ nicht für alle gilt

    https://paz.de/artikel/ja-hinterher-a7081.html
    Endlich mal eine Antwort. Die Antwort auf die Frage nämlich, die wir uns schon seit Jahren stellen, wenn wir unseren Politikern beim Fuhrwerken zugucken: „Merken die nicht, was für einen Mist sie bauen? Dass das nie und nimmer funktioniert, was die da vorhaben?“

    allen ein schönes wochenende!

  4. Der Gepard ist natürlich kein Panzer. Das ist ein ‘inkognito’ benanntes Luftschiff mit Luftansaugrohr (‘Graf Gepard’)

    Übrigens: Wer bietet mehr?

  5. Ich glaube die meisten Soldaten haben sich daran gewoehnt, dass ihnen eine x-beliebige, kompetenzlose Person als politische Fuehrung hingesetzt wird. Wie Sie richtig sagen, ist der Hauptgrund der von Flintenuschi ausgehende Streich einer Anti-Rechts-Kampagne, der die Dienstraenge inzwischen voll durchseucht hat. Neben Heimat, Vaterland und Familie zaehlt bei der praktischen Arbeit vor allem, ob man dem direkten Vorgesetzten vertrauen kann. Und wenn dieser vor allem dadurch in die Raenge kam, weil er sich ‘politisch korrekt’ verhaelt, anstatt die Wahrheit zu sagen, dann kann man fuer so ein Weichei nicht sein Leben riskieren.

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