Freitag, 3. Februar 2023
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Image-Politur, schräge Sportpolitik, Werbung für „islamische Werte“

Kommentar zur Fußball-WM in Katar

König Faisal von Saudi-Arabien bei einem Empfang mit Präsident Richard Nixon 1974. Die Mitglieder der arabischen Delegation tragen Bischt. Gemeinfreies Bild von Wikipedia.

Es gibt in meinen Augen nur zwei Möglichkeiten, die WM in Katar zu betrachten: entweder mit den Augen des „normalen“ Bürgers oder mit den Augen der Katar-Zustimmer. Beide haben ein Recht auf Ihre Sicht – die Kritiker auf eine in künstlichem Klima erzeugte Begeisterung, die anderen auf einen Staat und dessen Machthaber, die mit ihrer Politik und (religiösen Anschauungen) nicht zu unseren westlichen Wertevorstellungen passen.

Den Kritikern sei es (zu meinem Leidwesen) gesagt: „Okay, Ihr habt ja recht. Aber gibt Euch Eure Sicht das Recht, Eure Haltung auch von „fremden“ Ländern zu fordern?“

 Wer „A“ sagt, muß auch „B“ sagen. Wer sich für eine weltweit be(ob)achtete Veranstaltung in einem streng muslimischen Land entscheidet, kann nicht mit der Elle des Christenmenschen messen. Mit der Entscheidung für Katar waren die Würfel gefallen. Im Nachhinein darüber zu räsonieren, ist wohlfeil.

Natürlich wußten „wir“ (die westlichen Funktionäre), daß Katar ein Staat ist, der die Menschenrechte, vor allem mit Blick auf die unterschiedlichen sexuellen Orientierungen von Frauen und Männern, nicht respektiert und daß „westliche“ Arbeitnehmerrechte in diesem Staat schon gar keine Selbstverständlichkeit sind. Aber durften wir uns dabei einbilden, daß die Vergabe der Weltmeisterschaft ein „anderes Katar“ schaffen würde? Haben wir nicht registriert, daß dieses Land eine 1-Mann-Diktatur ist, in der der Emir alles richtet – auch hin-richtet – und kein Parlament mitentscheiden kann?

Die Konzentration auf unsere (kritische) Sicht hat den Blick verstellt für die gewiß notwendige Alternative, auch den Blick aus den Augen der Kataris einzunehmen. Und die freie Sicht legte alle Absichten offen:

Katars Ziel war klar erkennbar – und damit auch die Mittel und Wege, dieses Ziel zu erreichen:

Der Golfstaat wollte alle Vorgänger übertreffen. Noch moderner, noch spektakulärer, noch besser sollte diese WM werden. Ein Turnier der Superlative. Mit der WM sollte das Land nicht nur überall auf der Welt bekannt und das eigene Image als ein moderner Staat aufgebessert werden. Es sollte auch für die islamischen Werte geworben werden.

Messi über alles – Islam übertrumpft Christentum

Besonders deutlich wurde das zum Schluß: Bevor Lionel Messi den langersehnten Pokal endlich entgegennehmen konnte, zwängte der Emir von Katar den Fußballstar noch schnell in ein arabisches Gewand, das sonst nur großen islamischen Anlässen vorbehalten ist. Er hängte Messi das schwarze arabische Übergewand „Bischt“ um und reklamierte den Moment somit auch für sich. Damit instrumentalisierte er den Kapitän der Siegermannschaft für seine Zwecke, stahl ihm und seiner Mannschaft den ikonischen Moment.

Eilfertig betonte der Botschafter Katars in Deutschland noch am Schlußtag der Spiele, daß man Katar vertrauen und Zeit schenken solle. WM-Chef Hassan al-Thawadi betonte zudem, die Reformen wären auch ohne den Fußball gekommen und hätten nichts mit dem öffentlichen Druck zu tun. Als Kritiker darf man das bezweifeln.

Klarer ist, was die katarische Wirtschaft will. Weniger Regeln, weniger Gesetze. Die Unternehmen machen seit geraumer Zeit Druck, berichtet Amnesty International. Jene katarische Wirtschaft besteht nicht nur aus Unternehmen aus dem Golfstaat; denn davon gibt es nur wenige. Es sind in erster Linie Betriebe aus dem Ausland, auch aus Europa, die sich hinter verschlossenen Türen gegen die Reformen aussprechen.

Und der Gegenwind wird mit dem Ende der WM für sie abflauen. Unterstützung bekommen sie von einigen Konservativen im Land, für die das Turnier ein kleiner Kulturschock war. Der Politikwissenschaftler und Katar-Experte Nicolas Fromm von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg vermutete daher bereits vor dem Beginn der Weltmeisterschaft:

„Die Konservativen im Land werden ihre Wut herunterschlucken müssen, und ich kann mir vorstellen, daß der Emir nach der WM ein paar innenpolitische Entscheidungen zu ihren Gunsten treffen wird, um sie wieder zu besänftigen.”

Auch Nachbarländer wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate, die Katar von 2017 bis 2021 blockiert hatten, würden sich über die „alten“ Gesetze freuen. Denn im Vergleich zur restlichen Golfregion gilt Katar sogar als fortschrittlich, was Saudi-Arabien beispielsweise nicht gefällt.

Olympiade in Katar?

Die WM soll nicht das letzte große Turnier Katars gewesen sein, um sich der Welt zu präsentieren. Um die Asienspiele 2030 hat sich der Golfstaat bereits beworben, für die Olympischen Sommerspiele 2036 will er offenbar auch seinen Hut in den Ring werfen. WM-Chef Hassan al-Thawadi sagte: „Wir haben unseren Willen und unsere Motivation gezeigt, es auszurichten. Ich denke, es liegt auf der Hand.“ Katars Emir ist bereits seit 2002 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Dazu war IOC-Chef Thomas Bach bei der WM zu Gast und schaute sich das Eröffnungsspiel live im Stadion an. Olympische Spiele rücken einen Austragungsort ähnlich in den Fokus wie eine Fußballweltmeisterschaft. Als das Land zu gelten, das Reformen einführte und sie nach dem Ende eines großen Turniers aber wieder abschaffte, würde dem Olympia-Vorhaben in Katar eher schaden.

Damit ist die Bundesregierung einerseits in der Lage, Druck auf Katar auszuüben. Andererseits ist auch Deutschland nun in einem Abhängigkeitsverhältnis. Menschenrechtsorganisationen sehen in dem Deal auch eine Verpflichtung, die Entwicklungen in Katar genau im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu reagieren.

Klar ist in jedem Fall: Die kommenden Jahre werden die Wahrheit zeigen. Dabei wird sich erweisen, ob die WM-Bauarbeiter nur ein besseres Arbeitsleben haben sollten, um die Kritiker ruhig und die Fifa zufriedenzustellen, oder ob es wirklich ein Interesse an einer besseren Lage im Hinblick auf die Menschenrechte im eigenen Land gibt. Und das sollte Katar auch unabhängig von Bewerbungen für Großereignisse zeigen.

Eine Nation der Besserwisser

Das Turnier wurde mit einem grotesken Versuch westlicher Mannschaften eröffnet, ihre Liberalität zu demonstrieren, indem sie ‚Regenbogen‘-Armbinden tragen, bevor sie auf Druck der FIFA einen Rückzieher machten. Doch für Katar war das zweitrangig. Ihm ging es um regionale Macht und internationale Reichweite. Die riesigen Erdgasvorkommen des Landes machen es in Zeiten hoher Energiepreise unmöglich, das Land zu ignorieren. Abgesehen davon gehört Katar der Pariser Fußballclub, für den sowohl Messi als auch Mbappé spielen.

Am Ende kann sich unser kollektives Gedächtnis nur an einige der Ereignisse des Turniers erinnern. Es wird das Finalspiel und der jubelnde Lionel Messi sein, woran die Menschen bei dieser WM denken werden. Alles andere wird verblassen. Das Turnier bekommt damit ein Ende, das es wahrscheinlich nicht verdient hat. Es war eine problematische WM mit dem Glück, ein perfektes Spiel zu haben.

Das Spiel bot zwar umwerfenden, begeisternden, atemberaubenden Fußball mit einem adäquaten Finale: Frankreich hat verloren und braucht sich dennoch nicht zu schämen. Das Land ist im Fußball mittlerweile eine herausragende Ausbildungsstätte. Ein Produzent von Virtuosen, die Brasilien oder Argentinien in nichts mehr nachsteht.

Messis Team gewann das beste Endspiel der Geschichte und sicherte sich einen Platz im Fußballhimmel. Sie mußten den Ansturm von Frankreich ertragen, dem bisherigen Weltmeister, der seine Krone nicht so demütig niederlegen wollte, wie es in den ersten 70 Minuten schien. Um zu gewinnen, muß man leiden können. Und jetzt genießen.

Und wie steht Deutschland in diesem Konzert da?

Diese Frage ist durchaus nicht polemisch gemeint, sondern verlangt eine sachliche Antwort. Die lautet – in Kurzform: „Ohne Fleiß kein Preis, ohne Leidenschaft kein Erfolg!“ Wer sich auf seinen (hohen) Bezügen ausruht, darf sich nicht wundern, wenn eines Tages die Blase platzt. Das frühe Ende der deutschen Mannschaft hat diese Kernerkenntnis erneut bewiesen.

„Wir“ waren allenfalls Haltungs-Weltmeister. Aber wir betrieben mit unserer Haltung letztlich nur eine Art moralischen Kolonialismus´. Mit Fußball hatte das nichts zu tun.

Rein sportlich betrachtet siegte „auf dem Platz“ am Ende der spannende und kreative Fußball über die vielen negativen Aspekte. Was in den prächtig ausgestatteten Stadien mit Zehntausenden von Zuschauern außerdem zu sehen war, war die Verringerung des Abstands zwischen den traditionellen Fußballgiganten in Europa und Südamerika und dem Rest der Welt. Die FIFA hat angekündigt, daß die nächste Endrunde in den USA aus 48 Mannschaften bestehen wird. Dadurch wird der Wettbewerb für eine noch mehr Teams außerhalb der traditionell dominierenden Fußballnationen geöffnet. Wir lernen daraus: Business herrscht, der Sport ist (nur) Mittel zum Zweck.

Doch jetzt, da das Turnier vorbei ist, stellt sich die Frage: Was bleibt vom positiven Image nach der WM? Folgt auf das Ende der Spiele auch das Ende der Reformen?

Die Befürchtungen, daß es genau so kommt, sei groß, sagt der Deutschland-Direktor der Menschrechtorganisation Human Rights Watch, Wenzel Michalski. Umzusetzen wäre das zumindest relativ schnell. Da der Golfstaat autokratisch regiert wird, könnte der Emir des Landes, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, die Reformen relativ leicht wieder einkassieren. Parlamente oder Räte müssen nicht zustimmen. Und die „Europäer“ müßten resümieren: Ohne Spesen nichts gewesen.

Kommentarregeln: Bitte keine beleidigenden oder strafbaren Äußerungen. Seid nett zueinander. Das Leben ist hart genug.

13 Kommentare

  1. .
    Katar, das Ziel der EU die laut Mehergini befielt, Europa hat als Vorstufe zur Welteinheitsreligion der UNO islamisch unterwürfig zu werden. Papst Franziskus bekräftigte dieses Ziel Welteinheitsreligion 2015 vor der UNO. Immerhin, die Saudis haben sich dank SPD Grüner Regierung in europäische Banken und Unternehmen eingekauft, da die Sicherungsklausel 50 Prozent Eigenkapital in unseren Wirtschaftsgesetzen ausgehebelt wurde.

    Die lachen doch über eine Regenbogenbinden Fußballmannschaft, die außer Sex nichts im Kopf hat, unfähig für Freiheit und Toleranz zu kämpfen, weil sie selbst als verzogene Pampers Kinder Toleranz gegenüber klassischen Familienbildern ablehnen und dem kommerziellen Geschäft der Gender Industrie zum Missbrauch unserer menschlichen Würde Tür und Tor öffnen. Erst wenn sie islamische Werte spüren, werden die verzogenen Trottel wach und wir schämen uns fremd. Nicht weil sie homosexuell sind, sondern zu bekloppt um zu begreifen, das sie mit ihren albernen Regenbogenbinden wieder ein Kapitel aufschlagen….

  2. …na denn, viel Spass beim nächstenmal
    uuuund na klar ….
    “Binde nich vergessen”

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    Saudi-Arabiens Sportminister träumt von Ronaldo und WM 2030

    Saudi-Arabiens Sportminister Prinz Abdulaziz bin Turki Al-Faisal hofft darauf, dass die zum Verkauf stehenden englischen Fußballvereine Manchester United und FC Liverpool von saudischen Investoren übernommen werden. Zudem träumt der Prinz von Cristiano Ronaldo und der WM 2030.

    mehr Träumereien hier:

    https://sport.sky.de/fussball/artikel/saudi-arabien-abdulaziz-bin-turki-al-faisal-will-wm-ausrichten/12755321/34942

  3. In den Sharia-konformen Staaten ist die Sharia in etwa gleichwertig mit unserem Grundgesetz oder einer Verfassung, wobei die Sharia meist ernst genommen wird, und wir im ‘Westen’ mit unseren Verfassungen immer schludriger umgehen. Die Umfragen in den moslemischen Staaten bestaetigen auch immer wieder, dass die grosse Mehrheit der Bevoelkerung die Sharia als geltendes Recht anerkennt und behalten will. Das muss man einfach akzeptieren, wenn man sich in diesen Laendern als GAST aufhaelt. Ein ungern gesehener Gast ist jemand, der das Regierungssystem umstuerzen will, die Gesetze des Landes ignoriert oder publikumswirksam dagegen verstoesst.

    Nur weil viele westliche Staaten ihre Verfasungen verbiegen, aufgrund von gruen-roten Selbstzerstoerungsideologien, ist das doch kein Grund, warum andere Staaten das ebenso tun muessen. Der Abschiedsgruss der katarischen Medien (Hand vor den Mund) an die ausgeschiedene deutsche Mannschaft war ja wohl eindeutig.

    Im internationalen Bereich muss man nicht nur Katar-Versteher, sondern auch Russland- und China-Versteher sein, und Versteher jedes Landes, mit dem man sich beschaeftigt, insbesondere wenn man sich dort als Gast oder Resident aufhalten will. Diese selbstverstaendliche Forderung an unsere “Fluechtilanten” artikuliert, ist offensichtlich jetzt “rechts”. Nun dann ist “rechts” eben das Selbstverstaendliche.

    Ob ein Scheich in einem Golfstaat Reformen einleitet oder zurueck nimmt betrifft andere Laender nicht und sollte sie nur am Rande interessieren. Mit derartigem Gewaesch wird nur von den Zustaenden im eigenen Land deflektiert.

    PS: Eine ganz hervorragende Rede von Frau Baum, wie ueblich durch den gruenen Kindergarten gestoert.

    • Ob ein Scheich in einem Golfstaat Reformen einleitet oder zurueck nimmt betrifft andere Laender nicht und sollte sie nur am Rande interessieren. Mit derartigem Gewaesch wird nur von den Zustaenden im eigenen Land deflektiert.
      ::::::::::::::::::

      Exakt! Nicht die jew. Länder, Nationen oder Ethnien sind dafür zu verantworten, sondern

      Das Problem heist Weltweit
      …in erster Linie: Islam
      …und in zweiter Linie: Religion

    • Danke für das Video.
      Auch wenn ich kein großer AfD-Fan bin und mich politisch kaum (von keiner der im BT sitzenden Parteien!) vertreten fühle, Frau Dr. Baum hat recht.
      Die ständigen Unterbrechungen aus dem Plenum sind respektlos und kindisch. Sie geht sehr souverän darüber hinweg, Respekt.
      Noch peinlicher: der fast leere Plenarsaal! Das sind unsere Steuergelder bei der Arbeit, wir finanzieren “Schulschwänzer” und Drückeberger! Anders kann man das nicht nennen.

      Zur WM in Katar: das kommt halt bei Korruption und Schieberei heraus. Der mit der dicksten Brieftasche gewinnt. Das Übel gehört an der Wurzel gepackt, also direkt bei der FIFA und ihren Funktionären.
      Dann muß man sich auch nicht künstlich empören über moderne Sklavenhaltung oder patriarchalisch-chauvinistische absolute Monarchien.
      Was passiert, wenn einer der Spieler von der vorgegebenen Meinung abweicht, hat man ja im Fall Kimmich und seinem öffentlichen Statement gesehen, daß er nicht geimpft sei. Halali, zum Freiwild geworden. In der Zwischenzeit kam ja auch raus, daß den Spielern die Geste des Mund zu haltens aufgegeben wurde. Abweichen unerwünscht.

      Wo soviel Geld im Spiel ist, ist der Sport Nebensache. Da geht es nur noch um “ich sch… größere Haufen als Du”. Die Athleten verkommen zur Staffage und haben zwei Möglichkeiten: dem sauberen Sport treu bleiben und im Mittelmaß bleiben oder das Spiel mitspielen, Manager der FIFA engagieren, am großen Geld beteiligt werden und erpressbar werden. So läuft der Laden wie geschmiert.

      Im übrigen steht es jedem Menschen frei, Länder seiner Wahl zu bereisen. Reisen bildet. In den fundamentalistisch-islamischen Ländern gilt die Scharia. Das kann ich gut finden oder nicht. Wenn ich in diesem Land zu Gast bin, gilt nunmal die dortige Rechtsprechung. Wenn ich mich dem nicht unterwerfen will, reise ich da nicht hin und gebe mein Geld lieber woanders aus, so einfach ist das.
      Das gilt natürlich in alle Richtungen. Nur daß, wie oben gesagt, unsere Gesetze immer weiter aufgeweicht und verbogen werden, damit es er gerade angesagten politischen Richtung paßt und das Volk (der Souverän???? War da mal was?) weiter ausgenommen und an der Nase rumgeführt werden kann.

      • …na weils z.Z. so kuschelig im bunten Tag ist und die Pfründe möglichst lang gewart sein sollen nun der nächste Streich…
        :::::::::::::

        Bas für längere Legislaturperiode und niedrigeres Wahlalter

        Außer dem Bundestag hat in Deutschland nur noch ein Landtag noch eine vierjährige Legislaturperiode – Parlamentspräsidentin Bärbel Bas (SPD) möchte das ändern. Und sie zudem plädiert dafür, das Wahlalter bei Bundestagswahlen zu senken.

        Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat sich dafür ausgesprochen, die Wahlperiode des Bundestags von vier auf fünf Jahre zu verlängern. „Ich kann mir das gut vorstellen“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Eine fünfjährige Legislaturperiode wäre auch für den Deutschen Bundestag gut. Und vielleicht könnte auch die eine oder andere Wahl zusammengelegt werden.“ Für alle Landtage bis auf die Bremische Bürgerschaft dauert die Wahlperiode bereits fünf Jahre. …

        mehr hier:

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article242832467/Bundestagswahl-Baerbel-Bas-fuer-laengere-Legislaturperiode-und-niedrigeres-Wahlalter.html

  4. Alles schon einmal dagewesen

    1978 fand die WM in Argentinien statt. Staatschef war ein gewisser Herr Videla. Er führte ein Terrorregime bzw. eine Militärdikatatur an, in dessen Amtszeit ungefähr 30.000 Menschen ermordet, entführt und gefoltert wurde. Auch die damalige SPD/FDP Regierung und der DFB wussten von diesen grauenhaften Zuständen und haben geschwiegen. Udo Jürgens hat damals für die Nationalmannschaft das Lied „Buenos dias, Argentina“ komponiert und alle haben lauthals mitgesungen. Gegen das damalige Argentinien ist Katar eine Wohlfühloase.

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  5. Und wie steht Deutschland in diesem Konzert da?

    Diese Frage ist durchaus nicht polemisch gemeint, sondern verlangt eine sachliche Antwort. Die lautet – in Kurzform: „Ohne Fleiß kein Preis, ohne Leidenschaft kein Erfolg!“ Wer sich auf seinen (hohen) Bezügen ausruht, darf sich nicht wundern, wenn eines Tages die Blase platzt. Das frühe Ende der deutschen Mannschaft hat diese Kernerkenntnis erneut bewiesen.

    Dazu gibt es im Grunde nur eins zu sagen:

    ARD-Kommentator mit augenöffnender Erkenntnis: Wer über One-Love-Binden politisiert, scheidet aus, wer sich auf den Fussball konzentriert, gewinnt

    Hätte, hätte, hätte.

    Ja, hätten die Deutschen diese Themen nicht gehabt, dieses Zeichensetzen, schmachtet der Kommentator im Ersten, während die Argentinier auf dem Rasen in Katar feiern.

    Um Fussball ging es Deutschland bei der WM 2022 eigentlich nie.

    Das Team schied denn auch bereits in der Vorrunde aus.

    Die logische Folge, hört man zwischen den Kommentatoren-Zeilen.

    Die Argentinier, die sich auf den Sport fokussierten, jubeln.

    Schauen Sie selbst:

    ???? Deutschen Kommentar zum argentinischen Fußball- Weltmeister mal wirken lassen.... -pic.twitter.com/rTRf8JtMLa

    — GeorgeOrwell3 (@george_orwell3) December 18, 2022

    https://weltwoche.de/daily/ard-kommentator-sport-statt-politik-bringt-wm-sieg/
    und:

    Traumpässe, Traumtore, Traum-WM: Seit die von ihrem Moralismus besoffenen Deutschen aus dem WM-Turnier geflogen waren, begann Katar richtig Spass zu machen

    Matthias Matussek

    Das gleich vorweg: Seit die von ihrem Moralismus besoffenen Deutschen aus dem WM-Turnier geflogen sind, begann es richtig Spass zu machen.

    Dass die Spanier mit Kalkül gegen Japan mit angezogener Handbremse spielten, um den leichteren Weg in die K.-o.-Runde zu nehmen und damit böse auf die Nase fielen, gehörte dennoch – aus Sicht eines Deutschen – zu den Schönheiten dieser WM. Wie grossartig die Marokkaner die Spanier durcheinanderwirbelten!

    Doch nichts konnte dieses Finale der Argentinier gegen die Franzosen überbieten. Denn dort spielten die Weiss-Blauen einen nahezu perfekten Fussball, angeführt von einem Lionel Messi, der schon jetzt Legende ist. Eine Lehrstunde.

    Da gab es, wie schon in den Partien zuvor, Traumpässe und Traumtore durch diesen kleinen Grossen, der nun zu den Allegrössten gezählt werden muss. Bis zur 79. Minute schien er über allem zu schweben. Und plötzlich der kalte Guss, innerhalb von 95 Sekunden der Ausgleich. Und nun begann der grosse Kleine, der normalerweise spazieren geht in der gegnerischen Hälfte, wenn er nicht gerade ein geniales Dribbling, einen genialen Pass, ein überfälliges Tor hinlegt, begann er also zu ackern und zu grätschen und sein Team tatsächlich erneut in Führung zu bringen, die kurz darauf von diesem anderen Wunderspieler, Kylian Mbappé, erneut egalisiert wurde. Ein Herzinfarkt-Finale.

    Ich glaube, es gab ausserhalb Frankreichs niemanden, der Messi und seinem Team in der abschliessenden Elfmeter-Lotterie nicht die Daumen gedrückt hätte. Was für ein Happy End dieser grossartigen Karriere. Und wie schön, dass uns ein erneutes Triumph-Schmusen des französischen Präsidenten-Schauspielers mit halbnackten schwarzen Athleten zur Förderung der eigenen Popularität erspart blieb – Kylian Mbappé, ja selbst Trainer Didier Deschamps entwanden sich dem Zugriff ihres Präsidenten diesmal sichtbar angeekelt.

    Und was die Deutschen angeht – sie haben die Auftaktpartie trotz Überlegenheit vergeigt, das kann passieren. Das ist Fussball. Aber sie werden, wenn sie sich künftig auf den Ball statt auf Bekenntnis-Armbinden konzentrieren, wieder eine Rolle spielen. Und diese Zukunft hat einen Namen: Musialla. Ein Zauberkünstler, möglicherweise der Messi der Zukunft.

    Und was das von allen im Vorfeld politisch beschimpfte Turnier in der Wüste angeht – selbst die deutsche Fussballegende Lothar Matthäus fand, es sei eines der allerbesten gewesen. ——

    *ttps://weltwoche.de/daily/traumpaesse-traumtore-traum-wm-seit-die-von-ihrem-moralismus-besoffenen-deutschen-aus-dem-wm-turnier-geflogen-sind-begann-katar-richtig-spass-zu-machen/

    • Der beste Torwart des Turniers war meiner Ansicht nach mit großem Abstand vor allen anderen Torwarten Bono, bürgerlich Yassine Bounou (Torhüter von Marrokko). Er hat überragend gehalten bei diesem WM-Turnier. Die AUszeichnung für Emiliano Martinez von Argentinien als bester Torhüter des WM-Turniers ist doch wohl ein schlechter verspäteter Aprilscherz.
      Der Torhüter von Argentinien Martinez hatte einige dicke Patzer beim WM-Turnier!
      Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen…

    • Nun ja , ob ich meinerseits den Franzosen – Neger und andere so bejubeln würde wie matussek, sei dahingestellt.

      Aber prinzipiell scheinen mir die Aussagen obiger Artikel zutreffend. Wer über One-Love-Binden politisiert, scheidet aus, wer sich auf den Fussball konzentriert, gewinnt</b<

  6. Warum an der FIFA rumgehackt wird, kann ich nicht ganz verstehen. Die WM in Katar haben wohl die Franzosen an Land geholt. Die französischen Funktionäre zählen zu den korruptesten. Einer der bekanntesten ist wohl Platini. Die europäische UEFA (Fussballverband Union Europäischer Fußballverbände) ist mindestens genauso so korrupt wie die FIFA. Und da ist es sehr still geworden. Verständlich, denn der Westen will aus der FIFA unliebsame Funktionäre (Blatter und Infantino) entfernen bzw. austauschen und durch US Marionetten ersetzen (so wie beim IOC Internationale Olympische Komitee). Das IOC hat dafür gesorgt, dass russische Athleten schon bei den Olympischen Spielen 2018 (Winterspiele, also lamnge vor dem Krieg in der Ukraine) fast komplett ausgeschlossen wurden, obwohl es keine Beweise für Dopingverstöße gan und bis heute keine gibt. Dafür dürfen andere europäische und US Athlet*Innen legal (von der WADA und vom IOC genehmigt) Doping oder verbotene leistungssteigernde Substanzen einnehmen und bei den Olymp. Spielen trotzdem teilnehmen dürfen (siehe Skiläuferin
    Marit Bjoergen aus Norwegen oder die US Turnerin Simone Biles).
    Ganz nach dem Geschmack der Westlichen Wertegemeinschaft!
    Und der Weltantidopingagentur die WADA=World Anti-Doping Agency, die vollständig von der US Regierung gesteuert wird, spielt mit diesem Irrsinn schon seit vielen vielen Jahren mit!

    Deshalb verwundert es nicht, dass es weltweit immer mehr Athleten gibt, die die Olympischen Spiele in Zukunft vollständig boykottieren wollen.

    • Es gibt Athleten und es gibt Athletinnen ! Es gibt keine Athlet*innen ! Würde jeder sich weigern, diese bescheuerte Verhunzung der deutschen Sprache anzuwenden, wäre sie schon längst verschwunden

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