Freitag, 7. Oktober 2022
StartRussland und die Ukraine - DebattenbeiträgeMeine Frage, wer Mariupol zerstört, verstörte

Meine Frage, wer Mariupol zerstört, verstörte

  • Konträre Zuschriften einer Ukrainerin und einem Russen
  • Deren Unversöhnlichkeit ist eine Erklärung für diesen Krieg
  • Die erste Zuschrift ist gekürzt und von mir (in Kursiv kommentiert)
  • Abschlusskommentar Maria Schneider zur Ukrainerin und Russophobie

Von Albrecht Künstle

Bild: Pixabay

Lieber Albrecht, die Vermögen (der ukrainischen Oligarchen) sind lächerlich klein im Vergleich zu den Vermögen der russischen “Elite”: das Kowaltschuk-Imperium über die russische Media-Landschaft umfasst sagenhafte 330 Milliarden, nur so als Beispiel. Selenskij hat in seinem Präsidentschaftswahlprogramm der Korruption den Krieg erklärt und so von der 2/3 der Stimmen ins Amt gewählt, so wichtig war und ist das Thema. Das 2. Wahlthema oder Versprechen von Selenskij war die Lösung des Donbass- Konfliktes, eine friedliche Lösung!

Bombardieren die Ukrainer selbst die Stadt Mariupol? …Wenn Straßenkämpfe geführt werden, so ist es natürlich unumgänglich, dass auch die Ukrainer was zerstören. Doch was ist das im Vergleich zu den ständigen Raketen- und Bombenanschlägen, die die Stadt in das 2. Aleppo verwandeln? …Tausende Ukrainer werden nach Russland zwangsdeportiert, in sog. Filtrationslager inhaftiert … und nach Sibirien deportiert? (Ich dachte, bei den Evakuierten handelte es sich um Russen die in Sicherheit gebracht wurden). Die Wahrheit ist, dass Putin keine ukrainischen Bürger in Mariupol braucht, genauso wenig ihre Häuser. Darum wird alles in Schutt und Asche gelegt. (Ich dachte, das russische Donezk sei an einer intakten Hafenstadt Mariupol interessiert).

Ja, wir wollen Frieden mit Russland, wir brauchen Gas und Öl, gute Wirtschaftsbeziehungen und bla-bla! … Tschetschenien-Krieg, Grosny, Georgien. Dann 2014 der erste Ukraine-Krieg. Mit eigenen Augen habe ich die Gräber der gefallenen jungen Männer gesehen, die in jeder ukrainischen Stadt sich befinden!

Wenn man den Krieg nicht nur den Russen anlasten will, dann sollte man die Schande der Minsker Abkommen, erzwungen durch Russland und Deutschland zusammen mit Frankreich ins Gedächtnis rufen. Erst dadurch bekamen die Donezker und Lugansker Territorien überhaupt die Legitimation zu bestehen. Nur durch diese Schandtat wurde dieses Krebsgeschwür in das Leib der Ukraine implementiert und die russische Eroberung zementiert. (Das erinnert an die Rhetorik über die Schande des Versailler Vertrages). Man spekuliert munter über die Geschichte und die Entwicklung der Grenzen und vor lauter Wald sieht man keine Bäume, nämlich ein klarer völkerrechtlicher Vertragsbruch. (Ja, und was Russland angetan wurde, ist völkerunmoralischer Vertrauensbruch).

Alle Versuche das Putin-Regime zu verstehen, ob es nun die NATO-Osterweiterung … ist nur endloser Mist… Nur die Tatsache, dass die Winzlinge Baltische Staaten NATO-Mitglieder sind bewahrt sie alle vom Schicksal der Ukraine! (Ich meine dagegen, dass deren NATO-Beitritt eine Mitursache des Ukrainekrieges ist) … Wie naiv muss man sein … der Alligator Putin wird das ganze Leib fressen, versteht ihr? Diese Regime versteht nur eine Sprache – die der rohen Gewalt…

Es ist ein gerechter Krieg für die Freiheit von Fremdherrschaft. Und dann wird es auch mit der Korruption fertig werden… Und dann aber soll Deutschland, allen vorne Scholz, sich für die eigene Feigheit und Doppelmoral schämen. Ich schäme mich für Deutschland, das ein Monster bei der Geburt unterstützt hat, es gehegt und genährt bis es zum Ungetüm herangewachsen ist – es ist zu spät. (Wen meint die schon länger in Deutschland lebende Ukrainerin?)

Schlussbemerkung. Diese konträre Position wird unsere Bekanntschaft nicht zerstören.

Nun die zweite Zuschrift (von einem russischen Bürger?)

Für viele ist es wie selbstverständlich klar, der böse Putin ist wahnsinnig und hat einen Krieg angefangen. Kleine Aufklärungsrunde in Geschichte gefällig?

1989 – 1991:  Russland erlaubt die Abschaffung der Demarkationslinie zwischen Ost – und Westdeutschland und löst den Warschauer Pakt auf, zieht seine Truppen aus Osteuropa ab und vertraut auf die mündliche Zusage vom damaligen Deutschen Außenminister Genscher und seinem amerikanischen Amtskollegen Baker, dass die ehemaligen Warschauer Pakt Mitglieder nicht der NATO beitreten werden. Die amerikanischen Truppen bleiben in Deutschland stationiert und werden nicht zurückgezogen. Bis 2004 sind dann fast alle ehemaligen Warschauer Pakt Mitglieder der NATO beigetreten. “Der Russe” bleibt ruhig.

2001: Putin macht dem Westen in seiner Rede im deutschen Bundestag ein Angebot für eine enge Partnerschaft, um die Spaltung der Vergangenheit zu überwinden. Der Amerikaner verbietet das. (- WARUM? -) Es gibt mit Weißrussland, der Ukraine und den 3 baltischen Staaten (Estland, Lettland und Litauen) einen Puffer zwischen der NATO und Russland. “Der Russe” bleibt ruhig.  

2004: Die baltischen Staaten werden Mitglieder der NATO. Eine erste Verletzung der Pufferzone. “Der Russe” bleibt ruhig.

2014: Der Westen putscht die russland-freundliche und demokratisch gewählte Regierung der Ukraine aus dem Amt (unter der damaligen Amtsführung von Wiktor Janukowytsch) und installiert eine USA-freundliche Regierung unter dem Nachfolger, Petro Poroschenko. Im gleichen Moment beginnen die USA -allen voran Hunter Biden (der Sohn des aktuellen amerikanischen Präsidenten)- mit Monsanto, Black Water und US-Militärberatern die Ukraine zu infiltrieren und ihnen eine NATO-Mitgliedschaft in Aussicht zu stellen. Die zweite Verletzung der Pufferzone fand statt. “Der Russe” bleibt ruhig.

2014: Durch den Putsch der US-Amerikaner genötigt (die Russen hatten in Sewastopol auf der Krim ihre gesamte Schwarzmeerflotte stationiert), gab es eine friedliche Besetzung der Krim. Es fiel entgegen aller anderen Darstellungen kein einziger Schuss, niemand wurde getötet. Außer ein paar Krimtataren sind bis heute 90 % der Einwohner der Krim mit diesem Vorgehen einverstanden gewesen. “Der Russe” ist der böse Aggressor und wird angeprangert dafür.

2014 – 2022: Die Ukraine beschießt mit den freien asowschen Brigaden (nationalsozialistische Hakenkreuzverehrer) konsequent die beiden “abtrünnigen Regionen” Luhansk und Donezk die immerhin noch weiterhin Teil der Ukraine sind. Tausende Russen sterben dabei, hunderte von russischen Kindern. Die Ukraine zahlt seit 2014 keine Renten mehr in diese “abtrünnigen” Gebiete. Der Geldhahn wird dort der eigenen Bevölkerung abgedreht. Die Lebensmittelversorgung dieser Gebiete wird ausschließlich von Russland übernommen. Nichts davon findet Erwähnung in den deutschen Medien. Wo war hier die Solidarität der Menschen des Westens mit denen die Not leiden?

2020: Nach dem Vorbild von 2014 in der Ukraine versucht der Westen nun auch in Weißrussland die Regierung zu stürzen, was misslingt. Aber es war der dritte Angriff auf die Pufferzone zwischen der NATO und Russland. “Der Russe” bleibt ruhig.

2022: Putin fordert ein letztes Mal eine Garantie, dass die Ukraine kein Mitglied der NATO wird und das die Regionen Donezk und Lugansk sich weitgehend auf dem Gebiet der Ukraine selbst verwalten dürfen. Dies wird von den USA abgelehnt. – warum?

Der Russe marschiert in der Ukraine ein. Um den Krieg zu beenden verlangt Putin eine Garantie der Neutralität, eine Entmilitarisierung der Ukraine, eine Anerkennung der beiden Regionen Donezk und Lugansk als Volksrepubliken und eine Anerkennung der Krim als russisches Hoheitsgebiet. Dies wird von den USA abgelehnt. Frage, warum lehnt die USA das ab?

“Der Russe” ist der alleinige Aggressor, wird wirtschaftlich in einem nie zuvor da gewesenen Maß sanktioniert, gesellschaftlich und kulturell ausgegrenzt und in allen Belangen boykottiert. Wie lange wollen die Bürger dem Treiben des Westens mit all seiner Doppelmoral stillschweigend, unterwürfig und ohnmächtig zuschauen und die USA gebieterisch gewähren lassen?

Denkt daran, die wahren Macher sind die Rüstungslobbyisten. Diese haben immer ein Interesse daran, ihre Waffen zu verkaufen. Klappt ja grad ganz gut wie man den Medien entnehmen kann.

***

Abschlusskommentar Maria Schneider zur Ukrainerin und Russophobie

Mich erschüttert am Geschehen, dass die ukrainischen Flüchtlinge nicht in den Turnhallen bleiben wollen, sondern fast allesamt bei Bekannten unterkommen. Denn dies bedeutet, dass ohnehin schon enorm viele Ukrainer in Deutschland leben, die nichts für ihr Land getan haben, aber hier Wohnungen und Jobs besetzen.

Ferner erschüttert mich, dass eine Ukrainerin, die hier ein vielfach besseres Leben als in der Ukraine genießt, sich anmaßt, uns zu beschuldigen und sich für uns zu schämen. Eine derartige Dreistigkeit habe ich schon häufig im Umgang mit Osteuropäerinnen erfahren, die offensichtlich meinen, sich gegenüber den “aussterbenden”, deutschen “Indianern” alles herausnehmen zu dürfen. Sie kann jederzeit gehen, wenn es ihr hier nicht passt. Derzeit scheinen Georgien und Armenien die neuen El Dorados für geldgierige Wanderheuschrecken aus Belarus, der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern zu sein, da sie hier bald alles abgefressen haben werden. Daher: Adieu!

Zwar könnte ich mich meinerseits für solch egoistische Personen fremdschämen, die Deutschland kolonialisieren, habe aber keine Lust mehr dazu. Eher noch schäme ich mich für die Deutschen, die sich erneut wahnhaft einer Willkommenskultur 2.0 für Flüchtlinge ergeben, mit denen wir nichts zu tun haben und bei deren Konflikt wir uns neutral verhalten und keine Waffen liefern sollten.

Es sterben in der Ukraine Frauen und Kinder? Was war eigentlich mit den Frauen und Kindern in Libyen, im Jemen, in Osttimor usw. und so fort? Was ist mit den Tausenden deutschen Frauen und Kindern, die seit 2015 durch illegal eingereiste, kriminelle Ausländer sterben? Kräht da die Ukraine oder irgend ein anderes Land danach und veranstaltet hysterische Demos und Spendengalas für uns?

Rentner müssen ihre Wohnungen den Kolonisatoren überlassen, Bahnhöfe verkommen und die Deutschen verarmen, um immer mehr „Flüchtlinge“ durchzufüttern. Deutsche werden zu „Indianern“ im eigenen kolonialisierten Land. Auch hier habe ich noch von keiner Aktion in Osteuropa gehört, die deutsche Flüchtlinge frenetisch willkommen heißen würde. Verzichtserklärungen der hier schon länger profitierenden Ukrainer, Polen, Russen, Ungarn, Bulgaren usw. auf unsere Gelder und Wohnungen wurden auch noch nicht vernommen.

Abschließend zur Russophobie. Ich habe eine intensive Abneigung gegen Migranten aus Osteuropa und Russland, da ich sie in den letzten 25 Jahren zu 99% als extrem skrupellos und egoistisch erfahren habe. Zugestehen muss ich ihnen jedoch, dass sie etwas auf die Beine stellen können, während die gemeine Westdeutsche der Oberschicht über die Erbse unter ihren zehn Seidenmatratzen jammert. Da haben gestählte, rattenscharfe Russinnen nach der Absolvierung von Intensivkursen zur Eroberung reicher, deutscher Männer natürlich leichtes Spiel – insbesondere, wenn sie gegen humorlose, müffelnde deutsche Hippiefrauen in Ökofetzen, ausgetretenen Latschen und Rastalocken antreten.

Dass nun jedoch russische Künstler entlassen werden, Wodka umbenannt wird, eine Hexenjagd gegen Ritter Sport wegen Lieferungen nach Russland eröffnet wird und Krankenhäuser gar die Behandlung von Russen verweigern, ist unwürdig, entsetzlich, unmenschlich und zeigt, dass viele Deutsche anscheinend eine genetische Veranlagung zur Wahnhaftigkeit haben.

Mein ganz eigenes persönliches Erlebnis des geistigen Niedergangs zumeist deutscher Frauen (traurig, aber wahr!), war ein Abendessen mit Bekannten. Die 72-jährige, pensionierte Lehrerin und dauerhysterisierte Maskenträgerin mit nurmehr einer ratternden Murmel in ihrem Hirn erteilte ihrem Lebensgefährten das Verbot, Bœuf Stroganoff zu essen, weil das Gericht einen russischen Namen hat. Fazit: Es geht zu vielen Deutschen noch immer viel zu gut, wenn man sich einen solchen Schwachsinn leisten kann.

Kommentarregeln: Bitte keine beleidigenden oder strafbaren Äußerungen. Seid nett zueinander. Das Leben ist hart genug.

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