Sonntag, 5. Februar 2023
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Lewentz´ Rücktritt war längst überfällig

  • Ahr-Hochwasser: MP Dreyer und IM Lewentz verantwortungslos, kalt und gefühllos
  • Entsetzt über die menschliche Kälte
  • Man ist entsetzt darüber, wie kalt und gefühllos die Landesregierung – wie Ministerpräsidentin Dreyer und vor allem Innenminister Lewentz (beide SPD) – mit ihrer Verantwortung für 134 Flut-Tote im Ahrtal umgehen.
Der Saubermann Roger Lewentz (* 19. März 1963 in Lahnstein) mit dem gepflegten Gebiß war bis zu seinem Rücktritt seit Mai 2016 rheinland-pfälzischer Minister des Innern und für Sport. Foto: Sven Teschke via Wikipedia.

Die Rolle des Innenministers in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 wurde immer fragwürdiger. Von Verantwortung oder Übernahme einer Schuld keine Spur! „Was wir Sozialdemokraten machen, ist richtig – und entzieht sich jeder Infragestellung“, scheint die Devise der gesamten links-grünen Landesregierung in Rheinland-Pfalz zu sein. Die CDU-Landtagsfraktion hat deshalb – gemeinsam mit der Landtagsfraktion der Freien Wähler – eine Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Landtages beantragt.

So blind, wie sich Lewentz gegeben hat, kann niemand sein. Hubschrauber-Videos belegen, daß der Innenminister am Flut-Abend und in der Nacht alle Informationen vorliegen hatte, die er brauchte, um eine Katastrophe historischen Ausmaßes zu erkennen. Hätte er richtig gehandelt, hätten Menschenleben gerettet werden können.  Das ist Fakt, nur Lewentz selbst wollte das nicht wahrhaben. Das ganze Land fragte sich bald, was dieser Innenminister für ein Amtsverständnis hat.

Aber letztlich wurde der öffentliche Druck zu groß. Der Innenminister konnte und durfte sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen. Die Hubschrauber-Videos und Lewentz‘ herzlose Erklärungen dazu erschüttern das ganze Land. Der Innenminister hat nach Bekanntwerden der Videos alles Vertrauen verspielt.

In den Abend- bzw. Nachtstunden des 14./15. Juli 2021 hat Lewentz seine Amtspflichten verletzt. Er hat das Geschehen falsch eingeschätzt und Hinweise auf das tatsächliche Ausmaß des Geschehens ignoriert. Es gab unzweifelhaft ein Organisationsversagen im Innenministerium und nachgeordneten Behörden. Menschen sind deshalb gestorben.

Lange stemmte sich Lewentz gegen den Druck, seinen Posten als Innenmister zu räumen. Doch die jetzt aufgetauchten und bisher „unbekannten“ Polizei-Videos vom Flutabend im Ahrtal machten seine Verteidigung der Untätigkeit in der Flutnacht unhaltbar. Ein Rücktritt des Ministers erschien in diesem Lichte als unausweislich.

Bisher hatte sich Lewentz stets damit herausgeredet, am Abend des 14. Juli („Flutnacht“) kein genaues Lagebild vom Ausmaß der Flut gehabt zu haben. Aber schon die Photos eines Polizeihubschraubers, erst recht die jetzt veröffentlichen Videos machten die wahre Szene brutal deutlich: Gewaltige Wassermassen, die Häuser verschlangen, Menschen auf Dächern, die mit Taschenlampen um Hilfe riefen – verzweifelt, doch die Hilfe blieb aus. Vermutlich befand sich unter den über den Dächern kreisenden Hubschraubern auch jener, der Lewentz nicht erreichte.

Zynischer geht´s nicht: „Keine Toten gesehen“

Unter die Haut geht allen Betroffenen (und Lesern) der zynische Kommentar des Innenministers: Auch wenn er die Aufnahmen damals gesehen hätte, hätte dies an seinem Urteil nichts geändert. Schließlich seien keine Toten und keine Verwüstung zu sehen gewesen.

Dies ist ein an Kälte und fehlender Empathie kaum zu übertreffender Kommentar. Es ist mir unbegreiflich, wie eine „menschlich“ wirkende Ministerpräsidentin wie Malu Dreyer einen solchen kalten Zyniker noch im Amt halten wollte. Geht es ihr auch nach dem Motto „eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“? Doch wir sollten die Ministerpräsidenten nicht so leicht davonkommen lassen. Es darf ihr nicht erlaubt werden, nach dem Bauernopfer Lewentz zur Tagesordnung überzugehen.

Die Dame Dreyer kann sich nur halten, weil die Alternativen in der SPD schrecklich wären – und die CDU nur einen eher “müden” Kandidaten hat. Wann wird die CDU endlich mal wieder wach?

Kommentarregeln: Bitte keine beleidigenden oder strafbaren Äußerungen. Seid nett zueinander. Das Leben ist hart genug.

10 Kommentare

  1. Ach wenn es nur eine Krähe währe, die den anderen kein Auge auskratzt, es ist die ganze Front, die sich einig ist und sich so verrant hat, dass sie aus dieser Nummer nicht mehr herauskommen werden.

    Die Ahrtal Katastrophe kam nicht von ungefähr, mehr sage ich nicht, denn es ist heute vieles möglich. Übrigens befindet sich doch Adolfs Bunker in diesem Gebiet.

    Ein Unglück kann geschehen, aber was danach passierte und immer noch passiert, das ist das wahre Verbrechen und da müssten noch ganz andere Köpfe rollen, denn viele warten immer noch auf Hilfe und auch für die, die mit ihrer Verzweiflung und dem Tod ihrer Angehörigen klar kommen müssen.

    • Liebe Ingrid, ein Grund, warum so viele Menschen noch auf Hilfe warten, ist die komplizierte Bürokratie. Viele kommen mit den ganzen Formularen nicht zurecht und können die Beweise und Belege für ihre Verluste gar nicht erbringen. Wie denn auch ? Das ist ja alles weg und untergegangen. Aber ohne Belege und Beweise bekommen die Menschen kein Geld. Ich habe das aus erster Hand erfahren. Die Menschen im Ahrtal haben eben die falsche Nationalität. Würden sie Mustafa, Fatima, Wladimir oder Mohammed heißen, würden sie alles bekommen und zwar sofort ! Da würde gar nichts hinterfragt ! Ohne Ausweis, ohne Papiere oder was auch immer würde der Rubel rollen.

  2. “Rücktritt war längst überfällig”
    Da bin ich anderer Meinung : Rücktritt bedeutet nichts anderes, als sich von der Verantwortung drücken.

    Der Nachfolger schiebt alles auf den Vorgänger, und alles bleibt bei altem!!

    Also kein Rücktritt sondern ANKLAGE !!!! Aber bei WEM ??? Der Clan hält zusammen.

    • Lieber Facherfahrener,

      im Grunde genommen haben Sie mit der Bewertung des Rücktritts recht, In Wahrheit gehört so ein Abschaum im hohen Bogen hinausgeschmissen. Da wir darauf jedoch bis zum St.Nimmerleinstag warten können, ist der Rücktritt zunächst einmal die “zweitbeste” Lösung. So ist das leider.

      Dass dieser Typ – allerdings gemeinsam mit Dreyer – auf kürzestem Weg in den Knast gehört, daran besteht kein Zweifel.

  3. Wie bereits Frau Spiegel, wird sich auch dieser Verbrecher-Minister mit 75.000 € Überbrückungsgeld vom Acker machen. Danach wird man wohl noch ein anderes Pöstchen für ihn auftreiben, wo er sich weiterhin am Steuergelder-Fresstrog bedienen kann. Es gibt sehr viele Menschen in diesem Land, die jeden Tag von morgens bis abends hart arbeiten müssen und im ganzen Jahr keine 75.000 € verdienen.

    Für mich ist Lewentz ein Mörder, der vor Gericht gehört und für den Rest seines Lebens in einer Gefängniszelle sitzen müßte. Und das gilt auch für Malu Dreyer.

  4. Nach meinem Informationsstand wurde praktisch zeitgleich mit Lewentz in der Flutnacht auch MP “Malu” Dreyer über die Katastrophe informiert. Sie war demnach ebenso im Bilde, wie Lewentz, hat indessen ebenso NICHTS UNTERNOMMEN.

    Ist Lewentz jetzt das Bauernopfer ? (Für sich betrachtet natürlich völlig zurecht, das steht außer Frage).

    Aber mir geht es um MP Dreyer. Was wusste SIE WANN ? Von WEM? Was hat sie getan bzw. unterlassen ?

    Das sind hier die wirklich wichtigen Fragen. Beide sind m.E. ein Fall für den Staatsanwalt.

    • Nachtrag: Im übrigen wird gemunkelt, dass………….taraaaaaaa…..bitte festhalten und anschnallen (!) “Linksextremismus ist aufgebauscht”- Katharina Barley Nachfolgerin von Malu Dreyer werden könnte.

      Rette sich WER KANN.

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