Mittwoch, 8. Februar 2023
StartRussland und die Ukraine - DebattenbeiträgeDie zerstörte Stadt Bachmut, wem gehörte sie?

Die zerstörte Stadt Bachmut, wem gehörte sie?

  • Sie hatte einmal 90 000 Einwohner, jetzt nur noch 8 000 Zivilisten
  • Bewohner: „Wir bleiben hier, weil das unsere Stadt ist“ – wessen?
  • Könnte man nicht diejenigen in die Leos setzen, die sie fordern?
Bachmut: Vierter grüner Kreis von oben. Quelle: Institute for the Study of War

Vertraut man den Medien, ist Bachmut eine ukrainische Stadt, die es gegen die Russen zu „verteidigen“ gelte. Bachmut liegt 580 km südöstlich von Kiew und 480 km vom russischen Wolgograd entfernt. Aber bis zur nächstgelegenen russischen Grenze sind es nur 105 km. Die Stadt in der einstigen Oblast (Region) Donezk hatte vor 30 Jahren noch 90 000 Einwohner. So wie die Ukraine selbst an „Schwindsucht“ litt – die Bevölkerung schrumpfte bis zum Kriegsbeginn um zehn Millionen – so auch Bachmut, das 2015 noch 77 000 Einwohner zählte, vor Beginn des Krieges vor einem Jahr noch 74 000. Von diesen waren ethnisch 69 Prozent ukrainisch und ca. 30 Prozent russisch. Zur Vorgeschichte:

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und nach einem Putsch gründete sich die Ukraine am 21.12.1991. Eine Unabhängigkeit, die später den östlichen Volksrepubliken Donezk und Luhansk nicht zugestanden wurde (dazu unten). Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt von Autobahn und Eisenbahn (wie einst Dresden). Und: Bachmut war ein Zentrum der ukrainischen Salzindustrie. So etwas gibt man nicht gerne aus der Hand. Wie sich die Ukraine nach einem Putsch gründete, so ging es später auch im Donezk nicht ganz ohne Zoff. 2014 bildete sich dort eine Volksmiliz bzw. Bürgerwehr, die sich nicht nur aus der russischen Bevölkerung rekrutierte.

Am 11. Mai 2014 wurde ein Referendum abgehalten, in dem sich nach Angaben der Organisatoren etwa 89 Prozent der Teilnehmer im Gebiet Donezk für eine Loslösung von der Ukraine aussprachen. Während vom Westen die Unabhängigkeit der Ukraine gefeiert wurde, geschah bei der Unabhängigkeitserklärung des Donbas das Gegenteil. Diese Volksrepublik wurde nicht nur wirtschaftlich geschnitten, sondern von der Ukraine auch militärisch bekämpft. Frankreich und Kanzlerin Merkel versuchten mit ihrer Vermittlung und mit den Verträgen Minsk I und II eine Lösung des Bürgerkriegs mit schon tausenden Toten. Doch jetzt erklärte Merkel, „Minsk“ sei nur Taktik gewesen, um die Ukraine gegen Russland aufrüsten zu können. Nun zurück zu Bachmut.

Mitte Januar 2023 lebten in Bachmut noch etwa 8 000 Zivilisten. Der Großteil der Ukrainer verließ die Stadt und ging in die Westukraine und nach Westeuropa. Viele Russen ließen sich mit Bussen nach Luhansk und Russland evakuieren. Wikipedia schreibt über die Schlacht um Bachmut: „Laut der ukrainischen Regionalbehörde sind 60 % aller Gebäude in Bachmut komplett zerstört… In der dritten Januarwoche 2023 berichtete der BND den Mitgliedern des Deutschen Bundestages, dass derzeit eine dreistellige Zahl von ukrainischen Soldaten an der Front stirbt. Der BND warnte, dass eine Niederlage in der Schlacht um Bachmut erhebliche Folgen für die Ukraine hätte… Der BND berichtete zudem, dass Russland derzeit eigene Soldaten wie Kanonenfutter behandle und offenbar hohe Verluste der eigenen Streitkräfte toleriere.“ Fakt ist weiter:

Die umkämpfte Stadt Bachmut gehört weder zur Ukraine noch zu Russland – auch nicht nach der jüngsten Annexion durch Putin. Es ist schlicht ignorant, wenn die Medien berichten, die Russen würden die ukrainische Stadt angreifen. Zerstört wird sie im Häuserkampf wohl von beiden Seiten. Die Frage ist, wem nützt das? Russland jedenfalls nicht, denn es hat die Unabhängigkeit der Volksrepublik Donezk acht Jahre lang respektiert, bevor Putin diese (völkerrechtswidrig) annektierte. Warum soll er selbsterklärten Besitz Russlands zerstören wollen?

Selenskyj dagegen scheint klar zu werden, dass er den fernen Donbass vor den Toren Russlands kaum erobern kann. Wie groß ist deshalb die Verlockung zu zerstören, was einem nicht gehört und auch nicht gehören wird? Und der US-geführten NATO ist es wohl egal, ob dieses Bachmut eine Wohnstadt bleibt oder nicht. Ohne die lästigen Wohngebiete am Bein ließe sich zu den 800 Militärbasen der USA einfacher eine weitere errichten, nur 105 km von der russischen Grenze entfernt! Ein Standort mit einem 160 km langen Tunnelsystem (Salzstöcke), in dem sogar Panzer stationiert werden können.

Unseren Medien scheint die jüngste Vergangenheit egal zu sein. Sie „beglücken“ uns mit Geschichten wie dieser ganzseitigen, Wir-bleiben-hier-weil-das-unsere-stadt-ist. Warum wird nicht hinterfragt, wer diese „wir“ und „unsere“ überhaupt sind? Der Autor des Zeitungsartikels befasst sich mit Bildern z.B. von dem „Drohnenpiloten Mykyta“, bei dem man nur durch Lesen zwischen den Zeilen erfährt, dass er Ukrainer ist, der seinen Friedensstifter (?) in einen Wohnblock aus Sowjetzeiten lenkt. Welche Personen im Artikel wurden befragt? Warum wurde nicht gefragt, ob sie im Donezk nicht lieber unabhängig bleiben, zur Ukraine zurück oder zu Russland gehören wollen? Und ob die noch Ausharrenden den Konflikt lieber per erneuter Volksabstimmung über die territoriale Zugehörigkeit entscheiden wollen, oder der Sieg des Stärkeren entscheidet, wem die Ruinen gehören sollen?

Leider wurden die Minsk-Vereinbarungen für tot erklärt. Nun haben die Waffen das „Wort“. Waffen, die bereits tausende Zivilisten und 200 000 Soldaten beider Seiten sprachlos machten – indem sie getötet wurden. Auch den deutschen Waffen fielen nicht nur Russen zum Opfer. Je mehr Waffen, desto besser? Alle Scharfmacher, die zu den gelieferten Waffen, mit denen immerhin die russischen Truppen zurückgeschlagen wurden, noch schwerere fordern, sollten sich selbst in die Panzer setzen, die sie fordern. Aber es gilt zu bedenken: diese Panzer mit den verschiedenen Raubtiernamen lassen sich samt der Besatzung mit der gleichen Art von „Panzerfäusten“ verschrotten, wie es mit den russischen Panzern geschehen ist.

Wenn alle Abgeordneten, die jetzt Leopard-Panzer für die Ukraine fordern, diese selbst an die Front fahren, könnte auf diese Weise auch das aus allen Nähten platzende Berliner Parlament wieder auf Normalgröße geschrumpft werden. Das gilt selbstverständlich gleichberechtigt für weibliche Abgeordnete (die Panzer wurden schließlich auch für Schwangere konzipiert). Angeführt von der Ministerin des Äußersten – Frau Baerbock! Beraten von der Panzerhaubitze der FDP, Frau Strack-Zimmermann, die als Waffenlobbyistin alle Panzertypen in- und auswendig kennt. Unterstützt von ihrem grünen Lehrling, dem Panzer-Toni. Die Parlamentsdamen und Hofreiter müssten sich halt vorher die Haare schneiden lassen, damit sie nicht beim Schließen des Panzerturms ihren Skalp verlieren.

Wäre das nicht ein guter Kompromiss: Wenn doch weitere Panzer geliefert werden, dann auch besetzt mit den „schweren Geschützen“ in Berlin?

Zu Waffen allgemein und an die Ukraine im Besonderen seien auch 20 min der MdB Sahra Wagenknecht empfohlen.

Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors

Kommentarregeln: Bitte keine beleidigenden oder strafbaren Äußerungen. Seid nett zueinander. Das Leben ist hart genug.

12 Kommentare

  1. Wem Bachmut/Artjomowsk gehört? Blackrock – wem sonst!
    Elendskij hat doch den Investoren längst die Schwarzerdeböden verkauft, der kann nicht mehr zurück ziehen. Die dafür notwendige Gesetzesänderung hat er den Ukrainern als “Schutz vor Ausverkauf” verkauft. Blackrock + Co werden nicht klein beigeben, wenn es sein muß, bis zum letzten Ukrainer.

    1
    1
  2. Nochmal zu Stoltenberg,
    dieser Typ, man sehe sich ihn nur einmal genau an, wurde als Kind
    wahrscheinlich pausenlos von seinen Klassenkameraden verprügelt,
    trrat in den norwegischen SOZIALDEMOKRATEN (/!!!) bei und geilt
    sich an Kriegshetze auf. Wenn’s knallt wünsche ich dieser Ratte und
    allen anderen westlichen kriegsgeilen Ratten, daß die genauso
    jämmerlich krepieren wie wir, die absolut KEINEN Krieg wollten.

    1
    1
    • Lieber Thüringer, momentan zerstören auch alle Altparteien ihr historisches Erbe, besonders die FDP, wo Genscher als Kriegskind immer für Frieden sorgen wollte und einer Agnes Strack Zimmermann mit ihrer Geilheit auf Krieg mit Russland alles in Grund und Boden stampft. Warum musste Möllemann sterben, der die Räuberei auf Fördermittelbasis durch schaute? Warum stürzte die eigene Partei SPD AK Helmut Schmidt?

      Es ist relativ naiv vom Westen an die lieben Amerikaner zu glauben, ein Fehler den Farwick begeht, es ist wahrscheinlich auch naiv zu glauben Russland wird es in unserem Sinne richten, denn hinter beiden Weltmächten steht die Finanzoligarchie. Vielleicht wird uns Russland helfen, doch die Wunden bleiben wie in Stalingrad, Da mag das Volk noch so betteln, die da oben handeln nicht in unserem Willen, Krieg ist Krieg und wenn es ernst wird, haben die Verbrecher schon eine andere Heimat, wir nicht. Vielleich hat deshalb Islamisten Fee Claudia Roth auf Steuerzahler Kosten 51000 Kilometer um den Globus gedreht. Wenn alle Länder sich einig wären Kriegsverbrecher nicht zu beherbergen, dann hätte der Spuk vielleicht ein Ende.

      • Ich habe jetzt meine Wut etwas gezügelt darüber das unsere Politbagage, weil sie das Volk geplündert haben, uns in einen Krieg treibt. Wir brauchen wirklich noch ein Wunder, damit die nicht dazu kommen.

        Ein deutscher Fußballer sagte mal: “Hängt die Grünen, so lange ihr noch könnt”. Recht hatte er, nur der Grünstich ist auf alle Altparteien abgefärbt und die FDP tut sich als größte Marktschreier mit Agnes Strack Zimmermann hervor.

        Claudia Roth hat mit ihren Aktivitäten als Doppelagentin viel für den deutschen Volkstod getan und ihre islamischen grünen Freunde wie Omnipour jubeln, über ihre Chance wenn Deutschland im Krieg versinkt, von innen heraus unser Land zu erobern.

  3. Wie ich schon mal dokumentierte, ist es ziemlich aussergewoehnlich, dass man in Europa, im eigenen Leben, nicht mal einen Krieg erlebt. Seien wir froh, dass er diesmal nicht auf deutschem Boden stattfindet – obwohl die Gruenen wohl alles dafuer tun, dass es doch noch so kommt. Ich halte diesen absolutistischen Pazifismus fuer realitaetsfremd.

    Allerdings ist ein Krieg gegen Russland fuer die Deutschen nur nachteilig.

    • Mit einer wehrlosen dämlichen Bundeswehr, Gott sei Dank
      mußte ich niemals in diesem erbärmlichen Haufen dienen.
      Ich war wohl noch bei der letzten richtigen deutschen Armee,
      hatten damals sogar die Amis anerkannt und meine guten
      wesgtdeutschen Kollegen bestätigten mir das auch.
      Ein waa Gutes istr aber schon daran wenn diese BRD Idioten
      gegen die Russen in den Kampf (/hahaha) ziehen wollen, es
      wird weniger Tote geben weil die Idioten ja hier gar nicht mehr
      wehrtüchtig sind. Hauptrsache alle Bundeswehrsoldaten mit
      langen Bärten, anscheinend der letzte Schrei, nach dem Motto,
      ich bin ein wehrhafter Taliban …

  4. Warum sollten die aufhören?
    Der Ukrainekrieg ist doch seit Jahrzehnten das beste Waffentestfeld was die Nato hat! Was wäre denn, wenn Leo II und M1 Abrams im Felde nach kurzer Zeit versagen? Vollmechanische Panzer wie zu Opas Zeiten gibts doch längst nicht mehr!

    • „Das mag wie ein Widerspruch klingen, aber wir müssen die Situation auf dem Schlachtfeld klären und dann können wir eine Lösung erzielen. Deswegen müssen wir entsprechende Waffen an die Ukraine liefern.“ (NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Welt)

      Wenn ich dieses Dreckschw… von Stoltenberg nur sehe, ich
      könnte mich an diesem elenden Hund vergessen …
      Dieser Typ ist der Abschaum der Menschheit !

  5. Gegenfrage, weil ich die Frage nicht sauber beantworten kann, Wem gehört Deutschland, nachdem die Siegermächte Beute gemacht haben? Das wir uns aus dem Krieg in der Ukraine raushalten und nicht Kriegspartei werden wollen unsere Politiker nicht, warum? Hatten wir nicht schon einmal viele Heimatvertriebene? Warum dürfen Migranten rotzfrech ihre Gastgeber beschimpfen und unser Land als Landräuber zu ihrem erklären?

    Warum kommt unsere Bevölkerung nicht zur Besinnung und begreift nicht, wie mit allen Mitteln vom WEF, Brüssel und unseren Politikern unser Land ausgelöscht werden soll? Wenn eine Katrin Göring Eckart, ungelernte im Bundestag die Nerven durchgehen, wenn die AFD den Völkermord an den Jesiden zum Thema macht, fühlte sie sich ertappt, da auch sie mit ihrer Schlepperei den Genozid Deutschlands beschleunigt. Leider kann man nicht noch mehr sagen, aber wo sitzen sie nun, die wahren Kriegsverbrecher die ganze Völker in den Genozid treiben?

  6. Am Besten, die ganze nutzlose Bande von Polit-Darstellern der gesammelten “Deutschen Einheitspartei” (SPD, CDU, CSU, Linke und Gruene) in die verfuegbaren Leoparden2A4 der “bunten Wehr” packen und dann im Schwarzen Meer versenken.
    Das haette doch was fuer sich……………

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

%d Bloggern gefällt das: