Dienstag, 30. Mai 2023
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„CO2, Segen oder Fluch“?

Leserzuschrift zu Albrecht Künstles Artikeln über die Klimarelevanz des CO2

Der Kern der Ängste, die zur heutigen Klimabewegung führten, wurzelt meines Erachtens in der Erzählung, oder wie man heute sagt, im Narrativ der Schädlichkeit des CO2. Dieses hat sich Dank medialer Dauerberieselung in den letzten Jahren in den allermeisten Köpfen festgesetzt und wird auch kaum in Frage gestellt. Dass dieses Narrativ aber grundsätzlich falsch ist, würde leicht verständlich, wenn man den Menschen klarmachen würde, dass das CO2, ganz ähnlich wie das Wasser, seit Urzeiten in einem sich ständig wiederholenden Kreislauf ist. Den Kreislauf des Wassers lernt heute jedes Kind bereits in der Grundschule. Auch der Kreislauf des CO2 ist ähnlich: Jede Pflanze entnimmt der Luft CO2 und bildet mit dem darin gebundenen Kohlenstoff neue Zellen und wächst. Und gleichgültig ob die Pflanze dann Tier oder Mensch als Nährstoff dient oder abstirbt und verwest, ihr Kohlenstoff gelangt direkt oder indirekt wieder als CO2 in die Atmosphäre. 

Die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten war erst dadurch möglich, dass neben Sauerstoff auch CO2 in der Atmosphäre auftrat. Kohlenstoff ist das Grundelement der gesamten organischen Chemie und jede pflanzliche oder tierische Zelle benötigt ihn zum Aufbau ihrer Struktur. Ohne CO2 in der Atmosphäre würde jegliches pflanzliche Leben erlöschen, und danach würden erst die Pflanzenfresser, dann die fleischfressenden Tiere aussterben. Und damit wäre auch der Mensch als Allesfresser am Ende.

In der Erdgeschichte gab es Zeiten, in denen der atmosphärische CO2-Anteil um ein Vielfaches höher war als heute. Man weiß dies durch Eisbohrkerne von polaren Gletschern. Als Chemiker dann im 19. Jahrhundert lernten die Luft zu analysieren, wurde der Anteil des CO2 mit 0,028 % des Luftvolumens gemessen.

Aber wieviel ist das nun genau? Ich glaube ich liege nicht falsch, wenn ich vermute, dass wir alle Schwierigkeiten haben uns eine Luftmenge bildlich vorzustellen. Deshalb sei der Vergleich mit derselben Prozentzahl einer Flüssigkeit erlaubt: 0,028% oder 280 ppm (= Teile pro Million) entsprechen 280 Milliliter pro 1000 Liter, also 1 Kubikmeter. Bildlich gesprochen – und auch für Physikbanausen verständlich – ist dies ein halbes Zehntelliter Wein auf eine mit 180 Litern gefüllten Badewanne.

Nun hat sich aber die Erde seit erstmals das CO2 mit 0,028 % des Luftvolumens gemessen wurde sehr verändert. Die Zahl der Menschen hat sich vervielfacht, die Industrialisierung großer Teile der Welt und die weltweite Nutzung fossiler Energieträger hat zum Ausstoß unvorstellbar großer Mengen an CO2 in die Atmosphäre geführt. Wen würde es überraschen, wenn dadurch in den letzten 150 Jahren der CO2-Anteil unserer Luft ganz erheblich angewachsen wäre? 

Fakt ist aber, dass die Konzentration des CO2 in unserer heutigen Luft nur sehr geringfügig angestiegen ist und nun bei ca. 0,042% liegt. Es sind also gerade mal 0,014 % mehr als vor dem Industriezeitalter, und dies wohlgemerkt in ca. 170 Jahren! Im Bild von den Millilitern sind es also statt 280 ml, gerade mal ein Plus von 140 ml pro 1000 Liter. 

Wie aber erklärt sich dieser nur relativ geringe Anstieg? Warum ist die CO2-Konzentration wohl nicht weiter gestiegen? Eben weil der Kohlenstoff im CO2 auch fortwährend recycelt und in neue pflanzliche und tierische Zellen eingebaut wird. Dies ist der ewige Kreislauf des Lebens.

In diesem Licht betrachtet sind also alle Einsparungen an CO2 zur Beeinflussung des Weltklimas wenig sinnvoll. Auch wenn die CO2-Konzentration der Luft in den nächsten 100 Jahren um weitere 0,012% ansteigen würde, also gleichviel wie im zurückliegenden Jahrhundert (!), dann wären wir bei ca. 500 ppm und dies würde weder dem Menschen noch den Tieren schaden, die Pflanzen würden sogar üppiger und ertragreicher wachsen als heute. Nicht umsonst wird vielerorts die Luft in Treibhäusern mit CO2 angereichert um auf 900 ppm zu kommen, was als optimal für Pflanzen gilt.

Und nun zum Treibhauseffekt: An einem Rückstrahlungseffekt von CO2 und Wasserdampf gibt es keinen Zweifel. Dabei ist der des H2O, also des Wasserdampfs, entscheidend höher als der des Kohlendioxids. Ohne diesen Treibhauseffekt wäre die Erde kaum bewohnbar. Wir hätten ein Klima wie inmitten der Sahara: extrem hohe Mittagstemperaturen und eine Nachtabsenke bis in den Minusbereich.

Mir ist kein namhafter und unabhängiger Wissenschaftler bekannt, der den geringfügigen Anstieg des CO2 in der Atmosphäre als kausal für den derzeitigen Klimawandel betrachtet. Wissenschaftler haben unter Laborbedingungen ermittelt, dass eine Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Konzentration infolge des Treibhauseffektes eine Temperatursteigerung um ca. 1,2 Grad bewirkt. Damit läge aber die Durchschnittstemperatur immer noch unter der der mittelalterlichen Warmzeit, in der die Kulturen aufblühten. Worin besteht also die „menschengemachte Klimakatastrophe“? Es erscheint mir auch wie eine Hybris, eine Allmachtsfantasie des Menschen, sich als Ursache für Veränderungen des Weltklimas zu betrachten. Dagegen gibt es, weiß Gott, sehr vieles an unguten Veränderungen in der Natur, für die hauptsächlich der Mensch die Verantwortung tragen muss und wo ein achtsamerer Umgang nötig ist. Der leichte Anstieg des CO2 gehört jedoch nicht dazu. 

Führende Forscher erkennen in der aktuellen unbestreitbaren Erwärmung unserer Erde eine Periodizität, die mit einiger Wahrscheinlichkeit die Schwankung der Sonnenaktivität widerspiegelt und damit ein natürlicher Vorgang nach der „kleinen Eiszeit“ ist. Dies erfordert von uns Menschen Anpassungsleistungen zu erbringen und sich so gut wie möglich auf diese Wärmephase einzustimmen, die nach allem was wir aus der Erdgeschichte wissen, auch wieder ihr natürliches Ende finden wird.

Aus all dem resultiert zunächst jedoch:   

Kein Schuldspruch für das für CO2! Ohne dieses segensreiche Gas kein irdisches Leben!

Zumindest diesbezüglich besteht kein Grund zu großer Sorge um die Welt, auch dann nicht, wenn weiterhin fossile Kraftwerke am Netz bleiben und neue entstehen, wie es in weiten Teilen der Erde geschieht.

Leserbrief von Dr. Helmut Loch, Heidelberg

Dieser Leserbrief erscheint auch auf der Webseite des Autors

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6 Kommentare

  1. Kennt Ihr die neueste verantwortungslose Aktion der Grünen? Werbung für das Fahrrad, toll für Leute die gesund und kräftig sind um mobil die Welt zu erkunden, aber diskriminierend für jene die auf diese Weise nicht mobil sein können.

    Typisch grüner Überraschungseffekt, schwingt Euch auf das Fahrrad und motiviert andere dazu Euch wild campen zu lassen. Kontaktsuche einmal anders oder ausspähen, bei privaten Hauseigentümern wild klingen, denn Hausfriedensbruch möchte man nicht riskieren und sich ein schönes Plätzchen in deren Vorgärten suchen. So schnell kann man Gefahren dieser Art nicht abwägen, die das in sich birgt, aus dem Alter sind wir ja wohl raus uns über Fremde zur Gründung einer Hippie Kommune zu freuen. Aber unsere bunte Republik ist ja sowieso im Hippie Wahn. Hier wird entschieden die Obhutspflicht der Organisatoren von Hippie Radtouren vernachlässigt!

    Selbst wenn es keine Gangster sind, die einem den Hausstand plündern oder Grundstücksspekulanten, lasst mal was passieren, dann seit ihr als Gastgeber in der Haftungspflicht. Der Gedanke kommt einem erst, wenn ihr den Überfall einen Weile verdaut habt und den Campingdreck könnt ihr dann weg räumen. Wir müssen uns duschen, wir brauchen mal Wasser und so weiter, denn aus Pfützen wird man sich ja wohl nicht ernähren. Vielleicht sind es auch durchgeknallte Klimaaktivisten, die Euch Vorschriften machen wollen. Ich krieg jetzt noch nen Herzkasper, wenn ich daran denke, das eine Erlaubnis bittere Konsequenzen nach sich ziehen kann.

    Also so dreist muss man erst mal sein, bei Katze, Hund und Fuchs lasse ich mir das noch gefallen, aber nicht bei Zweibeinern. Es ist die Pflicht der Organisatoren solcher Aktionen das die Rad Strampler sichere Campingplätze anfahren können, auch Not Campingplätze ohne Bezahlung, um Frauen vor Übergriffen zu schützen, aber in unserer bunten Hippie Republik lehnen die Organisatoren ihre Eigenverantwortung dazu ab und schieben diese anderen zu. Als ob die Fahrrad Strampler nicht auch Verbraucher sind und ja es gäbe auch noch Pensionen oder andere Herbergen.

  2. Man könnte auch schlagzeilen: Eine “Bildungsnation” zeigt Gesicht.

    Den – dazu passenden – Text kann sich sicherlich jeder selbst denken.

  3. Und warum hat man sich in der sogenannten Klimaexperten-Welt ausgerechnet auf das CO2 eingeschossen, obwohl kein ernsthafter nicht-korrumpierter Naturwissenschaftler solchen einen Unfug erzaehlen wuerde, weil er ja weiss, dass das falsch ist? Warum “schiebt” man die angebliche Erwaermung nicht auf das Methan? Oder auf eines der anderen Spurengase der Atmosphaere? Oder warum plant man nicht z.B. die Beschraenkung/Vermeidung von Wasserdampf, der ja ganz erheblich mehr zu einer Erwaermung beitragen kann?

    Zur angeblichen Messung der angeblichen Erwaermung muss man sagen, dass historische Temperturdaten immer nur selten und punktuell erhoben wurden und im Nachhinein ist es auch nicht moeglich ein angebliches Weltklima von vor 100 oder 200 Jahren zu rekonstruieren. Schon gar nicht auf 1 Grad genau. Die von uns an den Messorten geaenderten Umweltbedingungen ermoeglichen auch selten eine Vergleichbarkeit dieser einzelnen Messpunkte. An der jeweiligen Messstelle wurde inzwischen z.B. eine Stadt gebaut, oder eine Strasse, oder jemand hat abgeholzt oder einen Fluss umgeleitet, oder Felder bewaessert, oder da fahren inzwischen Frachtschiffe vorbei, usw.

    Es bleibt gar nichts anderes uebrig, als Verschwoerungstheorien aufzustellen und zu pruefen, denn die Begruendung CO2 fuer die ganzen “Klimaschutzmassnahmen” ist kompletter Humbug.

    Vielleicht ist die Idee dazu einem Wissenschaftler auf der Suche nach einer Projektfinanzierung eingefallen und so quasi aus dem Labor entwichen, ohne dass er die psychologischen Konsequenzen auf die Menschheit abschaetzen konnte. Die Begruendung “neuer Atemwegsvirus” fuer die ganzen COVID-“Schutz”massnahmen war und bleibt ebenfalls Humbug, und die ernsthaften nicht-korrumpierten Wissenschaftler wussten das von Anfang an.

    Man darf nun spekulieren, wass man mit CO2 als Begruendung an kriminellen Machenschaften anstellen kann, was man mit Methan oder Wasserdampf nicht koennte.

    • Auf jeden Fall ist eindeutig: ‘Kein Schuldspruch für das für CO2! Ohne dieses segensreiche Gas kein irdisches Leben!

      Und die ganze Anti – CO² – Hysterie ist nichts als ein GIGANTISCHER Schwindel und Abzockerei!

  4. An einen Klimabesorgten

    Das Klima macht mir keine Sorgen, 
    denn Klima gibt es auch noch morgen,
    am Klimahype ist das absurde,
    gefährlich war’s, wenn’s kälter wurde.
    Will kaltes Klima man erreichen,
    dann heißt das, man geht über Leichen.

    Das es schon öfter wärmer war,
    ist Klimaspinnern gar nicht klar.
    Woher soll’n die denn das auch wissen,
    Klimageschichte sie nicht missen.
    Weil die politisch nicht korrekt,
    wird sie mit Schweigen zugedeckt.

    Um Klimawahnsinn zu begründen,
    müssen sie Daten neu erfinden.
    Geistig wird es für sie zur Qual,
    wenn’s Stichwort fällt: Multikausal.

    Für ihre Klimaparanoia
    ist dann kein deutsches Geld zu teuer.
    Dem CO2 sie Schuld andichten,
    Kranichhäcksler sie errichten,
    Um die zu etablieren,
    Urwälder sie planieren.

    Wenn Winde wie so oft nicht wehen,
    damit das Leben bleibt nicht stehen,
    muss man dann Energie aus Kohlen,
    sich aus dem Nachbarlande holen.
    Wehen die Winde doch recht doll,
    verschenkt man Strom, bezahlt Strafzoll.

    Der Wahn in Deutschland galoppiert,
    der Stromkunde wird abkassiert,
    als Masochist liebt er die Qualen,
    bedankt sich bei den nächsten Wahlen.

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