Sonntag, 7. August 2022
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Das andere Narrativ – Teil 1. Die Vorgeschichte der Ukraine

Generalmajor a. D. Gerd Schultze-Rhonhof                                                           

Sehr geehrte Interessierte!

Um Ihnen das zeitraubende Lesen meiner langen Überlegungen und Erkenntnisse zu ersparen, setze ich deren Ergebnis an den Anfang. Russland und die Ukraine haben gleichermaßen Völkerrechtsprinzipien auf Ihrer Seite und auch beide haben gegen Völkerrecht verstoßen. Beide haben bestimmte Eskalationsschritte zuerst getan und auch auf die Schritte Ihrer Gegner oft nur reagiert. Ein Urteil über eine Alleinschuld oder Hauptschuld sollte kein Außenstehender sich anmaßen. Der unvermeidbare Streit darüber wäre nur ein Hindernis für einen sofortigen Frieden, der möglich wäre. Doch davon erst zum Schluss.

Dass diese Erkenntnis für deutsche Leser nicht nachvollziehbar ist, liegt daran, dass unsere deutschen Medien uns seit 2014 ausschließlich ukrainische Nachrichten und Kommentare auf Deutsch servieren, die wir dann für objektive Nachrichten halten. Wichtig für unser eigenes Urteil ist jedoch auch, was die deutschen Medien verschweigen. Selbst Journalisten der deutschen Medienanstalten, die aus Moskau berichten, schauen nur durch die Brillen ihrer Medien. Mich erinnert das an den seinerzeit prominenten Sonderberichterstatter des ZDF Ulrich Tilgner im Irakkrieg. Der verabschiedete sich eines Tages zu meiner damaligen Überraschung mit der Meldung, er arbeite nicht weiter für das ZDF und er wechsele in die Schweiz, weil er nicht mehr hinnehme, dass ihm das Fernsehen vorschreibe, was und wie er aus dem Ausland zu berichten und zu kommentieren habe.

Seit etwa 2012 bis 2014 bekommen wir über die Vorgänge in der Ukraine nur die halbe Wahrheit präsentiert und das mit EU- und USA-gefärbten Kommentaren. Damit laufen wir heute einspurig auf dem Selenskyj-Gleis. Ich habe mir aus eigener Neugier auch schweizer, ungarische, arabische, russische und selbstentlarvende ukrainische Stimmen und Videos angehört und angesehen, die es ja alle auch in deutscher oder englischer Übersetzung gibt. Ich bin damit in einem völlig anderen Narrativ gelandet. Das stelle ich Ihnen jetzt zur eigenen Urteilsbildung vor. Hier weiterzulesen, setzt allerdings etwas Geduld voraus.

Vorgeschichte auf der Krim

Linguistic Map of Ukraine, utilizing 2009 information from the Kiev National Linguistic University and data from the 2001 Ukrainian Census. Note that Ukrainian is highlighted in yellow. The mixed Russian-Ukrainian language Surzhyk is in orange. Russian is in red. Carpathian Ruthenian (spoken in Zakarpattia) is in the red-violet color. The Bulgarian, Greek, Hungarian, Polish, Romanian, Crimean Tatar, and Trasianka (Belarusian) minorities are also highlighted. Bildquelle.

Ab etwa 1990 beginnt die Sowjetunion auseinander zu bröckeln. Es beginnt mit den drei kleinen Baltenstaaten und springt auch bald auf die benachbarte Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik über. Letztere ist mit etwa 70 % Ukrainern und knapp 30 % Russen ein ethnisch gemischter Zweivölker-Staat. Die Russischsprachigen leben konzentriert auf der Krim und im Osten der Ukraine. Während der Loslösungsphase der Gesamtukraine vom Juli 1990 bis in den November 1991 versucht auch die zu 77 % russischsprachige Mehrheit der Krimbewohner, sich ihrerseits von der Ukraine zu trennen. Es folgen mehrere Referenden, Abstimmungen und Parlamentsentscheidungen, in denen um den zukünftigen Weg der Krim gerungen wird. Am 20.Januar 1991 z. B. gibt es eine Parlamentsentscheidung, die für die Autonomie der Krim und ihren Verbleib bei Russland stimmt und eine Entscheidung vom Juni 1992, die für den Verbleib der Krim als autonomen Bestandteil der Ukraine steht. Die Lunte für die Abspaltung der Krim von der Ukraine brennt also, seit sich die Ukraine selbständig gemacht hat. Die Frage, die im Raume steht, ist, warum die westliche Welt die Abspaltung der 1,6 Millionen Esten und der 2,7 Millionen Letten von der Sowjetunion 1990 gut geheißen hat und die spätere Loslösung der 2,35 Millionen Krimbewohner von der Ukraine 2014 als Bruch des Völkerrechts verurteilen wird. Ich komme später auf diesen Punkt zurück.

NATO-Osterweiterung

Zeitgleich mit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion beginnt auch der Ost-West-Dauerstreit um eine Ausdehnung der NATO nach Osten. Auslöser ist ein amerikanisches mündliches Versprechen des Außenministers Baker gegenüber dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow, als über eine deutsche Wiedervereinigung verhandelt wird.

Nach monatelangem Verhandeln der Siegermächte und beider deutscher Teilstaaten um den zukünftigen Status Deutschlands wird dem vereinten Deutschland von Russland der Verbleib in der NATO zugestanden, was heute unstrittig und vollzogen ist. Und es wird im Gegenzug den Russen zugesichert, dass die NATO ihrerseits auf ihre Ausdehnung nach Osten verzichtet, was heute strittig ist. Am 8. Februar 1990 sagt der amerikanische Außenminister Baker Generalsekretär Gorbatschow zu, dass „die NATO keinen Inch weiter nach Osten vorrückt“. Auf Gorbatschows Rückfrage wiederholt er das noch einmal. Baker bestätigt seine ursprüngliche Aussage einem Journalisten gegenüber später noch einmal, nimmt sie inhaltlich jedoch zurück. Er erklärt: „Ich hatte das weder mit dem Weißen Haus noch mit dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt. Zwei Tage nach meinen Äußerungen gegenüber Gorbatschow zur NATO-Erweiterung änderten die USA ihre Position. Die Russen wussten das.“

Bakers Zusage wird desungeachtet am 17. Mai 1990 durch den deutschen NATO-Generalsekretär Wörner bestätigt, der – obwohl dazu offensichtlich nicht autorisiert – ebenfalls den Verzicht der NATO auf eine Osterweiterung ausspricht.

Der britische Außenminister Hurd sagt Gorbatschow am 11. April 1990 bei seinem Staatsbesuch in Moskau zu, dass Großbritannien nichts tun werde, was sowjetische Interessen und die sowjetische Würde beeinträchtigt.

Bei einem Besuch Außenminister Genschers bei seinem Amtskollegen Baker gibt Genscher einem Journalisten des 1. Deutschen TV-Programms ein Interview. Er sagt, neben Baker stehend, ins Mikrophon: „Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. … Das bezieht sich nicht nur auf die DDR, sondern das gilt ganz generell.“ ( wörtliches Zitat ) Das Interview ist heute noch bei Youtube einzusehen. ( Internet: „Genscher & Baker keine Osterweiterung der NATO“ )

Am 6.März 1991 sagt der damalige  Leiter des Genscher-Ministerbüros Jürgen Chrobog gegenüber den politischen Direktoren der Außenämter Englands, Frankreichs und der USA bei Überlegungen zur zukünftigen Sicherheit der osteuropäischen Staaten: „ Wir haben in den 2-plus-4-Verhandlungen deutlich ( clear ) gemacht, dass wir die NATO nicht über die Elbe hinaus ausdehnen werden. Wir können deshalb Polen und den Anderen keine NATO-Mitgliedschaft anbieten.“ Es gibt also zahlreiche mündliche Wiederholungen des westlichen Versprechens, auf eine NATO-Osterweiterung zu verzichten. Dass der damalige Kanzlerberater Teltschik heute behauptet, dass es diese Zusagen nie gegeben hat, will da nichts heißen. Er war bei den hier zitierten mündlichen Versicherungen nie zugegen.

Noch drei Jahre später, im Frühjahr 1993 bestätigt US-Präsident Clinton in einer Rede, dass der Verzicht auf eine Osterweiterung der NATO auch seiner Ansicht entspricht. Im Herbst 1997 kommt dann die Wende. Die in Tschechien geborene US-Außenministerin Madeleine Albright regt damals an und setzt es durch, dass Tschechien, Polen und Ungarn 1999 in die NATO aufgenommen werden.

Heute wird die ursprüngliche Erklärung des US-Außenministers Baker gegenüber dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow nicht als bindend anerkannt, weil sie nicht schriftlich und vertraglich fixiert worden ist und weil Gorbatschow im Verlauf der folgenden Verhandlungen nicht auf die Aufnahme dieser Bedingung in die Verträge bestanden hat. „Nicht-Widerspruch“ gilt diplomatisch und staatsrechtlich als schweigende Zustimmung. Unter Historikern und Staatsrechtlern gibt es aber auch davon abweichende Beurteilungen der Bindekraft von mündlichen Absprachen.

Man sollte trotzdem nicht übersehen, dass es auch zwischen Völkern und Regierungen so etwas wie Vertrauen und Vertrauensschutz gibt. Eine mehrfach mündlich abgegebene Zusicherung durch amerikanische, deutsche und NATO-Politiker, dass die NATO nicht nach Osten erweitert wird und dass man keine einseitigen Vorteile aus der deutschen Wiedervereinigung ziehen will, haben eine russische Erwartungshaltung erzeugt.

Es folgte am 27. Mai 1997 in Paris die Gründung des NATO-Russland-Rats. In dessen Gründungsakte stehen neben vielen Schwüren zu Frieden und Gemeinsamkeit wieder Grundsätze, die beide Seiten heute für sich auslegen können. Da werden der Schutz der Minderheiten und das Selbstbestimmungsrecht der Völker beschworen, worauf sich Russland heute in Bezug auf die Krim, Lugansk und Donezk zur eigenen Rechtfertigung beruft. Da werden auch der Gewaltverzicht und die territoriale Unversehrtheit und politische Unabhängigkeit der Staaten als gemeinsame Ziele angeführt, worauf sich heute die Ukraine und die NATO berufen. Entscheidend für die NATO-Osterweiterung ist das in der Gründungsakte festgeschriebene „natürliche ( inherente ) Recht der Staaten, den Weg ( means ) zur eigenen Sicherheit selbst zu wählen.“ Die NATO und die ehemaligen, nicht russischen Warschauer-Pakt-Staaten haben in dieser Formulierung das Zugeständnis des russischen Staatspräsidenten Jelzin zur Osterweiterung der NATO gesehen, obwohl Jelzin in seinem Schlusswort zur Unterzeichnungskonferenz nachgeschoben hat, dass er eine Osterweiterung der NATO ablehnen würde. Am 12. März 1999 traten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei. 

 Es ist nachvollziehbar, dass sich russische Spitzenpolitiker – zuerst Jelzin und dann Putin – hereingelegt und über den Tisch gezogen fühlen. Ganz abgesehen davon hat die ehemalige Sowjetunion ihre Truppen aus Mitteleuropa abgezogen während die USA ihre Truppen weiter nach Osten vorgeschoben haben. Russland hat die Beitritte von zehn Staaten in die NATO mit Missfallen akzeptiert, aber dann hat Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz am 14.2.2007 erklärt, wo für Russland „Schluss“ sein muss. Er hat erklärt, dass mit der Erweiterung der NATO bis an Russlands Westgrenze eine Rote Linie überschritten ist. Als die Linie 2022 überschritten werden sollte, hat er gehandelt.

Putins Anfang

Ende 1999 wird Wladimir Putin Staatspräsident der Russischen Föderation.

Zunächst versucht er eine Annäherung an den „Westen“ und bemüht sich, die Russische Föderation mit der EU und der NATO zu vernetzen. Er bringt im Jahr 2000 beim Abschiedsbesuch von Bill Clinton in Moskau eine Angliederung Russlands an die NATO ins Gespräch. Keine positive Resonanz. Er schlägt in drei in Deutschland gehaltenen Reden 2001, 2007 und 2010 eine Freihandelszone der EU mit Russland vor und scheitert damit. Er versucht 2002, als die USA den ABM Vertrag mit Russland einseitig kündigen, mit den Amerikanern ein einvernehmliches Vorgehen dabei zu verhandeln. Er kassiert eine Abfuhr. Das Ende der Annäherungsversuche kommt 2008 mit dem Kaukasuskrieg in Georgien, als die kleinen Völker der Südosseten und der Abchasen sich nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker vom benachbarten Staat der Georgier abspalten. Die USA unterstützen hierbei die Georgier und Russland die Südosseten und die Abchasen.

Ukraine und EU

Die Ukraine schließt im November 2011 ein Freihandelsabkommen mit Russland und verhandelt 2012 und 13 mit der EU über ein Assoziierungsabkommen. Sie versucht, sich den einen Markt zu erschließen, ohne den anderen zu verlieren. Die ukrainische Regierung unter Ministerpräsident Asarow hat dabei die Absicht, die EU-Annäherung mit der Mitgliedschaft in Russlands Freihandelszone zu verbinden, was die Russen nach anfänglichem Widerstand bereit sind zu verhandeln, was die EU-Kommission unter Kommissionspräsident Barroso aber rundheraus ablehnt. Die EU versucht de facto, einen „Alleinvertretungsanspruch für den zukünftigen Außenhandel der Ukraine“ durchzusetzen. Damit war Janukowytschs ursprüngliche Absicht gescheitert, die Ukraine wirtschaftlich und politisch als Brücke zwischen Ost und West zu etablierten.

Als die Verhandlungen mit der EU in ihre „heiße Phase“ treten, befürchtet Ukraine´s Staatspräsident Janukowytsch realistisch, dass die Wirtschaft der Ukraine bei der Anpassung an die EU deren Konkurrenzdruck wirtschaftlich und technisch nicht gewachsen sein würde, wie zuvor die DDR der BRD. Er fordert eine 160 Milliarden Euro umfassende Anpassungs-Beihilfe von der EU und die EU lehnt ab, was verständlich ist.

Ein zweites Hindernis ist, dass sich die Ukraine selbst den Westimporten öffnen soll, ihr selbst aber nur minimale Ausfuhrquoten zugestanden werden. Die Ukraine bekommt bei Verlust des Russland-Marktes für Ihre jährlich 30 Millionen Tonnen Export-Weizen nur eine 200.00 Tonnen Ausfuhrquote in die EU zugestanden. Das sind 0,7 % des Weizens, auf dessen Ausfuhr und die Einnahmen die Ukraine angewiesen ist. Bei Fleischwaren sind es 2% und bei Stahlexporten ähnlich wenig. Daraufhin legt Janukowytsch den Assoziierungsvertrag erst einmal für ein Jahr auf Eis, um Zeit für Neuverhandlungen zu haben. EU Kommissionspräsident Barroso droht Janukowytsch unverhohlen, „Wenn Sie nicht unterschreiben, tut es der nächste Präsident“ ( als wüsste er, dass ein Machtwechsel bereits in Vorbereitung ist. ) Barrosos Anmaßung ist nach der früher unglücklichen Staatszuordnung der Krim das zweite Samenkorn, das später als Ukraine-Krieg aufgeht. Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat den Versuch der EU-Kommission, „die Ukraine vor die scheinbare Wahl zu stellen, sich zwischen West und Ost zu entscheiden“ damals scharf verurteilt und als größenwahnsinnig bezeichnet. Er hat dabei 2014 schon gewarnt, dass solch´ Verhalten zu einem Kriege führen kann.

Der Meinungsdruck in der Ukraine für einen wirtschaftlichen Westanschluss und eine spätere EU-Mitgliedschaft ist aber inzwischen in der ukrainischen Bevölkerung so stark, dass Janukowytsch diese Entscheidung nicht übersteht. Er wird gestürzt, und es kommt zum sogenannten Maidan-Aufstand.

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4.

Sämtliche Bilder wurden von Maria Schneider eingefügt.

Kommentarregeln: Bitte keine beleidigenden oder strafbaren Äußerungen. Seid nett zueinander. Das Leben ist hart genug.

Gerd Schultze-Rhonhof
Gerd Schultze-Rhonhof
Generalmajor a. D. Gerd Schultze-Rhonhof wurde am 26. Mai 1939 in Weimar geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und Abitur in Bonn trat er 1959 in die Streitkräfte ein und wurde zum Panzeroffizier ausgebildet. 1964 und 1965 unternahm er eine halbjährige Studienreise durch Namibia und Südafrika. Nach dreijähriger Verwendung als Chef einer Panzerkompanie absolvierte er die Generalstabsausbildung. Dem folgten Einsätze als Generalstabsoffizier im NATO-Hauptquartier der Armeegruppe NORTHAG, in der Truppe, im Verteidigungsministerium und eine Verwendung als Kommandeur eines Panzerbataillons. Danach bildete Schultze-Rhonhof selbst vier Jahre lang angehende Generalstabsoffiziere an der Führungsakademie der Bundeswehr aus, ehe er nacheinander Kommandeur einer Panzergrenadierbrigade, der Panzertruppenschule, der 3. und der 1. Panzerdivision und des Wehrbereichs Niedersachsen/Bremen wurde. Als letzte Dienstaufgaben leitete Generalmajor Schultze-Rhonhof die erste „Partnership for Peace“-Übung der NATO in Ungarn und nahm als Beobachter an einem ägyptisch-amerikanischen Manöver in der Libyschen Wüste teil. Schultze-Rhonhof schied 1996 auf eigenen Antrag aus der Bundeswehr aus, weil er die Mitverantwortung für die Folgen einer unangemessenen Verkürzung der Wehrdienstdauer auf 10 Monate nicht mittragen wollte. Seitdem hat er 1997 das Buch „Wozu noch tapfer sein?“ , 2003 das Buch „1939, Der Krieg, der viele Väter hatte“ und 2008 das Buch „Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939? und weitere Buch- und Zeitungsbeiträge geschrieben. Als letztes hat er 2013 das amerikanische Buch des Authors J.V. Denson “ A Centrury of War“ ins Deutsche übersetzt und unter dem Titel “ Sie sagten Freiden und meinten Krieg“ herausgegeben. Er hat außerdem zahlreiche Vortragsreisen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Türkei, Italien und Peru unternommen. 1996 wurde Schultze Rhonhof mit dem Freiheitspreis der Stiftung „Demokratie und Marktwirtschaft“-München und dem Couragepreis des „Verbandes der privaten Wohnungswirtschaft“-Hannover, 2012 mit dem Kulturpreis der Landsmannschaft für freie Publizistik ausgezeichnet. Gerd Schultze-Rhonhof ist verheiratet, hat drei verheiratete Töchter und neun Enkelinnen und Enkel, und er lebt in Haldensleben bei Magdeburg.

7 Kommentare

  1. Ein Kommentar, welcher ehrlich und SO endlich einmal dem Entspricht, was in den “West” Ländern von sich selbstmeinend behauptet wird : Objektiv, und Völker( Menschen)rechtlich ‘denkend’, in Ehrlicher Zusammen Arbeit mit anderen Politsystemen- in Hoffnung auf Gleicher/m (Menschen)würdigem Fortschritt, in ” “Demokratie” / Würde und Menschen( Völker)recht ect.
    Einschätzungen, welche aus Experten Ansichten, SO von den breiten ( “Qualitäts”) Medien, und den ( doch) Demokratischen Parteien und Spitzenpolitikern/ Militärs- erwartet wird!

    Ja, so wird erwartet.
    Und die meisten Menschen glauben das.
    Viele von Ihnen aber “pfeiffen” schon darauf (“Westlicher” Hochmut-ala Hollywood), und sind das Produkt der neuen Bürgerschaft.

    Wissen Sie was?
    Wer tatsächlich den wirklichen Verlauf der Geschichte eingesehen hat ( nicht den Mist an Sequenzen welche die Schul/Medien streaming vorzeigen/lehren..), die verschiedenen Völker und Kulturen/ Geschichte kennen gelernt hat und vor allem immer auch “die Gegenseite” Analysiert (Informationsmedium / Pressekonferenzen / Interviews), zu ähnlichen oder gleichen Polit Strategischen Angelegenheiten/Themen, auch einmal die Debatten im UN Sicherheitsrat – verfolgt hat !
    Jener wird ganz sicher einen Extremen und Unangenehmen Trend erkannt haben, welcher ganz sicher den ” Westblock” als ge-streamt in Information (Medien) / und Politik UND in den Menschengruppen/Bevölkerungen selber!
    Letztere wünscht man sich keine weitere Generation mehr….

    Die Wirklichkeit aber ist meinem Verständnis nach, extrem und Menschenfeindlich, so das ich keinerlei Chancen zu einer Umkehr sehe!

    Die Neuordnung aus den Stufenweise Ausgebrochenen Weltkriegen, und der Verlauf des “Kalten Krieges”, die Aufhebung dessen (und der Anschließenden Ansage George Bush sen.) sowie den nachhelfenden ‘ Ordnungen’ innerhalb vieler Ethnien ( mit Anschließender Rechtsprechungen/Anpassungen/Auslegungen- entgegen des Völkerrechts) in Jugoslawien, im Iraq, gesamten “Islamischen Welt” … den sehr zweifelhaften Welt ” berührenden” Ereignissen :
    – Israel ( Anerkennung …), Siedlungspolitik, Menschenrechte ( Auslegung/ Ausblendung)

    Jugoslawien ( Anerkennung trotz versch. Ethnien), “zündeln”, Einmischung, ” doppelter Standart, Waffenl./Krisenverschärfung/Geheimdienst
    *dem Kosovo ( Völkerrechtsbruch), Nato Terror ( Kollektiv)Verbrechen
    Srebrenica ” Politik” (statt Wahrer Aufklärung) und veränderter Genozid Auslegung ( nach Politisch motivierten/verdeckenden Vorwürfen..)
    11 Sept.2001, und dessen Ungeprüften Aufarbeitungen (extrem zweifelhafte Auslegungen) dafür aber Serie an Angriffskriegen gegen die “Islamische Welt”…

    Um die Wichtigsten – nicht zu Hinterfragenden ( Maulkorb) Gesellschafts/Politisch/Zwischen ethnischen ,Problemfälle (allesamt Ungeklärt und Explosiv) – dafür aber klar Völkerrechtswidrig und Teilenden Angelegenheiten zu Erwähnen !

    Hinter allem stecken aus US/G.Britannien ( Nato/”West”Staaten Angetriebene und Unterstützende Agenden!

    Die Russische Föderation und auch die Spitzenpolitiker (dessen), waren immer klar und deutlich in alle dem, und haben seit 20 Jahren immer pro Völkerrechtlich, Stellung bezogen!
    In Ihren Vorhöfen, sowie innerhalb der Grenzen, werden (WEST Aufgebaute) NGO’s Unterstützende Farbene Revolutionen( Versuche, zuletzt Kasachstan!), “Oppositionspolitiker”/ Unternehmer – im Aufheizen/hetzen der Bevölkerungen gegen die Staatsspitzen /zum Ausverkauf der Strategischen Staatsgüter ….. immer und vordergründig aus den USA und vor allem Großbritannien ( sowie Israel) Angezettelt!

    Ukraine ( die verschiedenen Ethnien und Bevölkerungen) wird/werden systematisch seit 20 Jahren , Wohlstand vorgegaukelt und gegen das Russische (Allgemein)Wesen , nach typischer und Geschichts wiederholenden Mittel und (Protagonisten Vorbilder) mit gleichen Helfershelfer aus den gleichen Ethnischen Herkunften , wie zu Zeiten des Faschismuses (2 WK).
    Hier sind die Polen,Balten,Georgier sowie und ( paradoxerweise?) die Unterstützenden Bevölkerungsteile der /als auch Britisch/US/…. (mit Israelischen Pass, vorallem bestimmter ” Kreativer” Individuen …).
    Natürlich, übers Ziel schießen, aber die Wahrheit erst zeigt und die Vergangenheit als auch die Zukunft !
    Medien und Polit Stream nach Äffen ? Dessen Geschichtsrevisionismus/verdeckung nachplappern?

    Jede neue Generation eine neue negative und Beeinflussende Wahrnehmungsblase !

    Oh nein, wir Erinnern uns an Friedmann von Stratfors ( “Denkfabrik”, sonst sehr Informativ..), wo es hieß:
    “…. Jahrhundertstrategie : niemals eine gedeihende Zusammen Arbeit zwischen Deutsch und Russischsprahigen Volker…..als Angloamerikanisches Rezept (oder den wirklichen Marionetten Spielern…. Pssssst !)

    Klaro, an die “Einmischung” und Blitzschnelle Klarstellung Russlands in Syrien und Lybien ( der Augenblicklichen “Isis/Al kaida” Aufmischung/bändigung- Vernichtung) und den verdeckten Tränen der Eigentlichen Okkupanten mit Adressaten in Langley/Washington und Tel Aviv ( “Mund zu” ?)
    Alles vergessen? Das Obama/Clinton sehr Hasserfüllt auf V. Putin reagiert haben!?

    ( Sorry ich vergaß, die Medien/Polit Verbrecher scheren sich um alles aber nicht um die realen Tatsachen wenn es um die Wahrheit geht)
    Nein, wir erinnern uns an Jugoslawien und erkennen in der Ukraine, Jugoslawien 2.0.
    In allem, nur noch professionellere Medien Wahrnehmungs-beinflussungen!

    Wir Erinnern uns auch an die Anfänge, mitten im 1 WK als Karl Marx und Lenin die Kriegs und ( typisch) Monarchienlästige – Bevölkerungsleiden Ausnutzte!
    Und vor allem der Vernichtung einer ganzen Kaiserfamilie ( Staatstragender Genozid!?), und Anschließender Staats Übernahme von Aussen zugeführt !
    Natürlich werde ich nicht weiter aussholen ( eben Maulkorb !)

    Und wir Erinnern uns an die Anfänge vor 8 Jahren , hier wurden noch einige Geschehenisse/Individuen hinterfragt, genannt ( Medien/Politiker).

    Ebenso kennen wir die immer neuen Anfeindungen aus vorallem Großbritannien kommenden Medien/Polit Hetze (Chordokowsky,Skripal,Novotny,Polikowsky,…), nach Unerfolgten/ErfolglosenErgebnissen dieser Protagonisten ( und höchstmöglichen Staats”Sicherungen” Moskaus..).

    Sowas 10 Jahrelang erfolgend, nennt man Unterbewusste Programmierung, für die “West”/ aber auch Globale Bevölkerungen . Klare niederträchtige Heuchlerische Strategie!

    Auf “Knopfdruck” Springen Sie hier alle auf- Ukraine Blau Gelb….Putin = Mörder…Grössenwahnsinn…Todkrank… Böse Russen = kennen wir das nicht schon seit über 100 Jahren ?

    Die Biolabore, welche im Sicherheitsrat auf dem Tisch gekommen sind, China sehr stark auf die Palme
    ( evtl. auch schlechtes Gewissen, für ähnliche zusammen Arbeiten, aber an anderen Fronten- die torkelnden und dann Tod niederfallenden Chinesen, gehen mir einfach nicht aus dem Kopf .Wie Glücklich wir doch sein können, das wir viel robuster sind !!!!)

    ABER viel wichtiger dabei erkennbar ist die Erkenntnis daß die vor einigen Jahren erwähnten Biolabore um Russland herum ( Georgien, Ukraine, Turkmenistan), nah an ihren Grenzen- schon in Westlichen Universitäten bestätigt werden, das ( Russisch Wissenschaftliche Spekulationen) bestätigt wurden, das die bekannten Erreger Viren als Biowaffe eingesetzt und sogar speziell für bestimmte Ethnien ( dessen Gene, DNA technisch) “zugeschnitten” werden können !!!!!!

    Das die USA / Großbritannien und andere “Natofreunde” dies sofort auf der dringend berufenen UN Sicherheitsratssitzung, zu verhindern Versuchen/ten – klärt vieles auf!

    Ebenso die Tatsache, daß die erste Phase des Vorrückens in der Ukraine, neben der Unterstützung der Lugansk/Donbass ( freien) Region, weit (in und um Kiew) in das Ukrainische Staatsterrit. hinein, sowie in der unmittelbaren Reaktor Gegend von Tschernobyl (und den Umgrabungen dort) und anderswo! Während die Medien im “Westen” eine der Profesionellsten Armeen der Welt (möchte die Britische sehen, wenn sie Unfreiwillig ” Schwimmen” gehen incl. Ausrüstung und Insel!)
    Warum der Russische Präsident Vladimir Putin im Dezember völlig losgelöst und Erklärungen bzw. Verträge/ JA, sogar Nato Rückzug auf die Grenzen vor der Polnischen/Baltischen/Rumänischen/Ungarischen- Nato vor Grenzen, incl. Ultimatum pochte, lässt ebenso vieles verstehen!

    Nur ein Blinder und ” West” Manipulierter Mensch, sieht hier nicht die Ewige Absicht ( und auch Generationsübergreifenden Plan) , Russland endlich Einzunehmen.

    Sie nutzen die verschiedenen Ethnien Ukrainiens aus, lassen dessen Armee direkt gegen Russland Kämpfen, nach und nach werden die Waffensysteme grosser ( und für Russland bedrohlicher, der Polnische Spitzenpolitiker forderte sogar Nuklearsprengkopfe für die Ukrainische Armee !!!!!!) , während direkte Polnische /Britische Armee Angehörige eingesetzt werden !!!

    Und die ” West/ Globalbevölkerungen” ( und Staatsparlamente) mit billigen Instruktionen und Statements des Spinners und Schauspielers Selensky, Hollywood reif , zu Tränen gerührt werden !!!!

    ( Fragen sie Mal die Bevölkerung und die normalen Armeeangehörigen im Land- vorallem nach Ausschaltung der Kameras…)

    GENIAL FINDEN SIE NICHT!?
    Sie haben einen Weg der die Welt gegen und zu einem richtigen Schlag gegen Russland führen soll !
    Das ohne Weltweite Panik und Augenblicklichen Aufdeckung/ und vor den erst Angriffen auf die Britischen Inseln und Nordamerikas , als Verteidigung- Angriffs möglichkeiten.

    Verstehen Sie nun die direkten Warnungen an die Feinde (+ Anhang) Russlands das die Nuklearen Armeeeinheiten in Alarmbereitschaft sind ?

    Dank Russland ,meine lieben mit Menschen, und der Staatsspitze, vor allem der Bitterböse Vladimir Putin ( der Weltweites Ansehen als Führer seines Landes und im Aufbau selbiges bewundert wird) haben wir sehr lange schon, keinen ABC Krieg, und die Vernichtung der Erde !!!
    Der Medvedev hat jüngst deutlich seine Abneigung zu den Menschenhassern( und Hass gegen Russland und seiner Bevölkerung ), mit deutlichen Worten kund getan- nur das damit nicht die einfache West Bevölkerungen gemeint sind!

    @Aufklärer. Trotz der grottenschlechten Rechtschreibung und der kaum lesbaren Formulierungen und Satzstellungen habe ich diesen Kommentar durchgehen lassen. In Zukunft bitte Rechtschreibung und lesbare Syntax beachten. Viele Grüße von M.S.

  2. Danke für diese ausgezeichnete Analyse ! Ist es möglich, diesen Essay als pdf-Datei zu erhalten
    (Ausdruck).
    Ich empfehle auch von Gerd Schultze-Rhonhof das Buch “1939.Der Krieg, der viele Väter
    hatte”!!

  3. Es hat nie eine derartige Zusage gegeben, in dergestalt Wiedervereinigung für nicht NATO—Erweiterung. Gorbatschow hat mindestens bis Juni keine Wiedervereinigung gewollt, insbesondere auch nachdem ihn die SPD—Granden besucht haben. Mit Originalquellen scheint es der Autor nicht so zu haben. Sowohl Pressesprecher, als auch Genscher waren bei den entscheidenden Gesprächen garnicht anwesend. Desweiteren ist die Aussage des Pressesprechers (der damalige Chebli eben) Unfug hinsichtlich Elbe als Grenze für die Erweiterung. Das ist nicht umsonst in der DKOR mit „sic“ gekennzeichnet. Für einen ehemaligen Soldaten der offensichtlich die inhärenten Widersprüche nicht erkennt ist das schon vielsagend.

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    • Hallo Nomsm,
      ich habe Ihren Kommentar um die Beleidigungen gekürzt. Hier kann hart in der Sache diskutiert werden, allerdings ohne persönliche Beleidigungen. Ihre Kommafehler habe ich stehenlassen :).

      Viele Grüße von Maria Schneider

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