Sonntag, 5. Februar 2023
StartHandlanger, Ladenhüter und WeißwestlerNur der Ajatollah oder auch der iranische Islam am Ende?

Nur der Ajatollah oder auch der iranische Islam am Ende?

  • Steinmeier gratulierte Mullahs zum 40. Jahrestag der „Revolution“
  • Schicken nur die Iranerinnen ihre Islamisten in die Wüste?
  • Christen sind nicht weniger geknechtet als die Frauen

Es geschah im Jahr 1979, als Khomeini mit westlicher Hilfe an die Macht kam. Seitens der USA geschah dies wie meist durch eine Fehleinschätzung der politischen Situation in fernen Ländern. Aber 1979 ausnahmsweise auch durch den politisch beschlagenen Kanzler Helmut Schmidt. Aus der gleichen Quelle: Damals war völlig unklar, wie man Khomeini bewerten sollte. Nicht nur die Bundesregierung, auch die Regierungen in Frankreich und Großbritannien hielten ihn für das kleinere Übel gegenüber den damals ebenfalls protestierenden Kommunisten. Viele trauten Khomeini wenig zu, sahen ihn als eine Übergangslösung. Helmut Schmidt sagte wörtlich: »Die Ayatollahs können das Land nicht ewig regieren.« Man gab Khomeini im Grunde genommen ein paar Jahre und glaubte, dass der Spuk dann vorbei sei (Zitat Ende). Aber es war der Beginn einer langanhaltenden Zeitenwende.

Aus den paar Jahren wurde eine halbe Ewigkeit; das Ayatollah-Regime mit seiner Islamischen Revolution hielt sich länger das der DDR. Und es war blutiger und ist es weiterhin. Was den Deutschen Präsidenten – nicht gleichzusetzen mit Präsident der Deutschen – Walter Steinmeier nicht davon abhielt, den Mullahs und dem Ayatollah 2019 zum 40. Jahrestag ihrer glorreiche Islamischen Revolution zu gratulieren.

Heute ist es Annalena Baerbock, die der gleiche Bundespräsident zur Außenministerin ernannte. Sie glaubt, Gewalt gegen iranische Frauen hätten nichts mit der islamischen Religion zu tun. Nun, diese Ministerin des Äußersten ist anscheinend doch eine „Gläubige“. Sie glaubt jedenfalls falsch, wie ihr Ahmad Mansour in der Neuen Zürcher Zeitung vom 5.10.2022 ins Stammbuch schrieb. Ihr Glaube sei ein gefährlicher Irrtum, der auch in unserem Land schon zur Gefahr mit hundertfacher Todesfolge wurde. Der „Weltspiegel extra“ vom 10.10.2022 Aufstand im Iran ist es wert, sich ein Bild zur aktuellen Lage des nicht arabischen, schiitischen Landes zu machen.

Der Iran hebt sich vom arabischen Umland ab durch ein beachtliches Bildungsniveau. Die Wissenschaft kann sich sehen lassen. Auch die Lebenserwartung nimmt zu – außer bei Menschen und Ländern, die es nicht so mit dem Regime haben. Todesstrafen sind an der Tagesordnung. Die drei Jahre nach der Machtergreifung des Ayatollah machten der Französischen Revolution Konkurrenz – Khomeini „lernte“ im Exil in Paris. In den ersten drei Jahren nach seiner Rückkehr in den Iran mussten über 3000 Menschen „dran glauben“ – nicht an Muhammad, sondern an ihr gewaltsames Ableben. Aber auch zuletzt waren es jedes Jahr Hunderte, die geköpft oder gehängt wurden. Der Iran hat auch bald die Fähigkeit Israel mit Atomwaffen anzugreifen. Aber nicht nur Juden zählen zu ihren Todfeinden, die im Land auf 20 000 dezimiert wurden.

Auf diesem Foto schrieb der amerikanische Botschafter Henry Morgenthau senior: „Szenen wie diese waren in den Frühlings- und Sommermonaten 1915 in den armenischen Provinzen der Türkei an der Tagesordnung. Tod in mehreren Formen—Massaker, Verhungern, Erschöpfung—vernichtete den Großteil der Flüchtlinge. Die türkische Politik war die einer Vernichtung unter dem Deckmantel der Deportation“. Bild: Ambassador Morgenthau’s story. Gemeinfrei.

Auch Christen gibt es nur noch rund 400 000, die unter strenger Beobachtung stehen. In Deutschland gibt es über 300 000 Iranstämmige, die lediglich von Statistikern beobachtet bzw. gezählt werden. Aber das Christentum im Iran hatte eine lange Geschichte. Heute leben im Iran etwa 60 000 assyrische Christen und die Nachfahren der etwa 300 000 armenischen Christen. Des Weiteren gibt es römisch-katholische, anglikanische, evangelische und andere christliche Gemeinden und (Haus)Kirchen. Die iranische Verfassung erkennt Christen- und Judentum zwar als religiöse Minderheiten an. Diese Religionsgemeinschaften müssen aber beispielsweise die Kleidungsvorschriften in der Öffentlichkeit beachten und dürfen nicht missionieren.

Für den Abfall vom Glauben droht Muslimen im Iran die Todesstrafe. In der Praxis sind alle Angehörigen von religiösen Minderheiten einer subtilen Form der Diskriminierung ausgesetzt, wie z.B. bei der Arbeitsplatzwahl in der staatlich dominierten Wirtschaft, im Erbrecht oder bei Zeugenaussagen. Auch Ämter wie Minister, Staatssekretäre, Richter oder Lehrer an regulären Schulen sind ihnen verschlossen. (Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Iran) Aber das wirkliche Drecksgeschäft überlässt die iranische Regierung der islamischen „Sittenpolizei“ bis hinein in die privateste Privatsphäre. Wie auch Hitler die schlimmsten Dinge der SS überließ.

Der Iran der Mullahs rangiert auf Platz 9 des Weltverfolgungsindex von Open Doors. Dessen Länderprofil gibt Aufschluss über die Situation Andersgläubiger im Iran. Anderer, als die rund 83 Mio. Muslime. Aber die insgesamt rund eine Million „Ungläubige“ haben als Minderheit eine noch schlechtere Position als Frauen, die die Hälfte der Einwohner stellen. Christen haben kaum eine Lobby; auch unsere Kirchen kümmern sich kaum um sie. Die iranischen Frauen wissen dagegen um die Unterstützung von Feministinnen aus aller Welt. EU-Abgeordnete und Prominente schnitten sich zum Zeichen ihrer Solidarität ein paar Zentimeter ihrer Haare ab – was außer Aufmerksamkeit leider nichts bringt, denn Islamisten wachsen allerorten noch schneller nach als Haare.

Wie geht es im Iran nun aber weiter – oder geht es gar wieder rückwärts? haOlam berichtet aktuell, was sich so tut: Junge Mädchen, Studenten, Bazare, Anwälte, Ärzte, Gewerkschafter, sie alle sind bei den Protesten vertreten. Unterdessen droht die Regierung, gibt Israel und Amerika die Schuld, ruft Gegendemonstranten auf, die aus Niqab-bekleideten Frauen bestehen. Die Rufe „Tod dem Diktator!“ werden lauter. Doch das Auswärtige Amt in Berlin stellt den Iran stümperhafter vor als ein Schulbuch. Von Deutschland können die Menschen im Iran nicht viel erwarten.

Bleibt den Iranern zu wünschen, insbesondere den dortigen Frauen, dass sie sich aus eigener Kraft ihrer islamischen Tyrannen entledigen. „Schickt sie in die Wüste“, was im Iran einfacher wäre, als wenn wir das mit unseren Machteliten tun wollten. Dort ist die Wüste nicht so weit weg und recht groß. Muhammad war ein Kind der Wüste, manche sagen auch, ein wüstes Kind, erstrecht im fortgeschrittenen Alter. Liebe Iranerinnen, lasst nicht mehr zu, dass sie euch im Namen des Propheten drangsalieren und töten. Macht unschädlich, was euch schadet!

Aber alleine werdet ihr das kaum schaffen, denn eine erfolgversprechende Gegenmacht ist ohne maßgebliche Teile des Militärs kaum möglich, und sei es nur mit Stillhalten. Und diese Militärs sind zu gewinnen, wenn ihnen klar wird, dass sich Israel nicht auslöschen lässt. Dann erst werden sie der aggressiven und selbstmörderischen Politik der Mullahs die Gefolgschaft aufkündigen.

Meine Botschaft an die Menschen in Deutschland: Glaubt nicht, dass die Infiltrierung und Machtergreifung des Islam in unserem Land wie ein Spuk schnell und spurenlos vorbei ginge wie es 1979 für den Iran angenommen wurde. Überall wo der Islam an die Macht kam, hat er nicht nur Unterdrückung und eine Blutspur hinterlassen, sondern hatte auch viele Millionen Tote zur Folge. Sowohl bei den islamischen Eroberungen und durch deren Herrschaft im Innern, als auch durch Kriege zwischen den vielen islamischen Glaubensschulen – Schulen des Todes. Und diese werden nicht nur gespeist durch den Dschihad per Invasion, sondern auch durch gewöhnliche Migration. Und inzwischen noch mehr durch hohe Geburtenzahlen, den so genannten „demographischen Dschihad“.

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10 Kommentare

  1. Wenigstens etwas _

    Der Europäische Gerichtshof stellt in einem Urteil fest: Unternehmen können ihren Angestellten das Tragen von religiösen Zeichen wie das islamische Kopftuch untersagen. Eine Neutralitätsregel müsse aber für alle gelten, sonst sei sie diskriminierend. Währenddessen erschallt der Siegesruf in Form des Muezzingeplärrs über Köln.

    Ein Unternehmen kann seinen Mitarbeitenden unter bestimmten Umständen das Tragen von religiösen Zeichen wie dem muslimischen Kopflappen verbieten. Wenn eine solche Neutralitätsregel allgemein und unterschiedslos auf alle Mitarbeiter angewandt werde, sei das keine unmittelbare Diskriminierung, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. (C-344/20) Das Gericht bestätigte damit seine Rechtsprechung aus den vergangenen Jahren.

    Geklagt hatte 2018 eine in Belgien lebende Muslima. Bei einem Bewerbungsgespräch für ein Praktikum in einer Wohnungsverwaltung wurde die Allahbraut auf die unternehmensinterne Neutralitätsregel hingewiesen. Auch Mützen, Kappen und andere Kopfbedeckungen seien bei ihnen verboten.Nachdem sich Frau Muslima weigerte, auf ihren Kopflappen bei der Arbeit zu verzichten, wurde ihre Bewerbung nicht berücksichtigt.

    bei: https://journalistenwatch.com/2022/10/14/waehrend-der-muezzin-in-koeln-traellert-firmen-duerfen-mitarbeiterinnen-das-tragen-eines-kopftuchs-verbieten/

    Aber Das Muezzingeplärr in Kölle dagegen nimmt erst richtig Fahrt auf – ‘Armlängen – Reker’ sei’s getrommelt und gepfiffen!

  2. Man kann die Vergangenheit des Irans etwas durchleuchten.
    Erst haben die Englaender den gewaehlten Praesidenten Mossadegh verjagt, weil sie fuer das iranische oel in Abbnicht bezahlen wollten.
    Dann wurde spaeter durch die Amerikaner der Shah, trotz vorherigem Treffen mit Jimmy Carter, wo der Shah belogen und betrogen wurde, verjagt. Und dann kam der “Menschenfreund” Khomeini, in Frankreich gefoerdert und von den USA zugelassen.
    Und seitdem haben wir einen Iran, der dem Westen nicht mehr freundlich gesonnen ist!

    Man kann durchaus von Problemen sprechen, die der Westen selbst ins Leben gerufen hat.

    Sowohl Mossadegh als auch der Shah waren dem Westen zugeneigt. Das hat nichts mit der Verschwendung und Extravaganz unter den shah zu tun, die gibt es Anderwo auch.

    Man denke nur an die Verschwendungen von Staatsvermoegen der Murksel aus der Uckermarck, wog weit mehr und war gegen das eigene Land gerichtet.

  3. Herr Künstle, haben sie hierzulande – keine Probleme ???? Klaus Schwab ist schlimmer als Hitler u.a. zusammen.

    Oder wollen sie die Schafe nur auf andere hetzen??
    Quasi Ablenkung?

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  4. “Nur der Ajatollah oder auch der iranische Islam am Ende?”

    Hmm, hier fehlen einige wichtige historische Hintergründe. Der iranisch persische Schia Islam wird seit vielen jahrzehnten von den Sunniten udn den radikalislamsichen Wahhabiten bekämpft. Schon im Syrienkrieg wurde dazu aufgerufen die Ungläubigen, die Iran nahestehen, zu vernichten.
    AUch Saddam Hussein bekämpfte die Schiiten im Irak mit radikaler Gewalt.
    Und sogar im Jemen sieht es ähnlich aus, wo dem Iran nahestehnde Muslime, von den Sunniten ausgerotten werden sollen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zaiditen

    In fast allen arabischen Ländern werden die Schiiten unter anderem auch als Safawiden bezeichnet
    https://de.wikipedia.org/wiki/Safawiden

  5. Erstens: Man sollte nicht den Fehler machen zu glauben, dass ALLE Frauen im Iran etwas gegen das Kopftuch und etwaige sonstige Mullah-Regeln haben.

    Zweitens: Ich werde den Verdacht nicht los, dass es sich bei den Unruhen um eine Operation westlicher Dienste handelt. Ich mag mich täuschen.

    Ob das mittelalterliche Zausel-Regime die Lage in den Griff bekommt, wird sich zeigen,

    In der GEWALT-Kriminalitätsstatistik des BKA stehen Iraner auch ziemlich weit oben. Wie es wohl kommt ? In der Hansestadt HH unterhält das Mullah-Regime meines Wissens seinen Hauptstützpunkt für das “feministische” Buntland und Weltsozialamt.

    Sollte man vielleicht das ehrwürdige Fräulein Außenministernde Trampolina Baerbockus als “Expertin für Plagiat, Werdegangs-Verschönerung & Gedöns” fragen, ob sie sich jetzt – feministisch solidarisch – die Haare abschneiden lässt ?

    • Im Iran geht es wohl in der Tat weniger um das Kopftuch als vielmehr um die Freiheit. Deshalb ist es ein Aufbegehren von Mänern und Frauen. Die Niederländerin Shohreh Feshtali (vor 30 Jahren aus dem Ajatolla-Iran geflohen) hat in einem der interessantesten Beiträge zum Thema gesagt, daß wir es im Iran nicht mit einem “feministischen Aufstand” zu tun haben, sondern mit dem Aufbegehren des unterdrückten Volkes gegen ein Terorregime. Vor allem die Jungen würden aufbegehren, also ausgerechnet die, die den freieren Iran von vor 1979 gar nicht mehr kennen würden.
      Feshtali macht geltend, daß die strengen Bekreidungsregeln im Iran schon seit einiger Zeit gelockert seien, daß vor allem aber das 22jährige Mädchen, das von der Polizei getötet wurde, aus einer Gruppe heraus verhaftet wurde, in der ander Frauen derutlich “unzüchtiger” gekleidet gewesen seien als sie; diesen geschah aber nichts. Die Aktion sei auch nicht außergewöhnlich; denn beinah jeden Tag würden Menschen im Iran verhaftet, gefoltert und gequält. Das Faß sei nur zum überlaufen gebracht worden und es würde diesmal eine breite Öffentlichkeit geben. Dies habe in der Tat wohl mit dem Ukraine-Krieg zu tun und der westlichen Berichterstattung, die sonst über das iranische Regime gern hinwegsehe. Die Ausführungen gehen fast eine halbe Stunde lang. Ich breche hier ab. Wer des Niederländischen mächtig ist, der kann das Interview hier ansehen (wer nicht, muß mir eben glauben):

      https://cafeweltschmerz.nl/videos/genocide-in-iran-max-von-kreyfelt-en-shohreh-feshtali/

  6. Scheint so, als ob das Außenministerium eine unheilvolle Geschichte an Leistung der Beihilfe für Despoten hat “Nachdem er mit Hilfe des Auswärtigen Amtes des Deutschen Kaiserreiches im berühmten plombierten Zug nach Petrograd zurückgekehrt war, fand sich Lenin zunächst am äußeren Rand des politischen Spektrums wieder.” https://zeitgeschichte-online.de/kommentar/lenins-staat Heute ist es Elendskyi aus der Kokaine.

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