Samstag, 26. November 2022

Magnifique Martin

Magnifique Martin. Er ist wunderbar, der Heilige Martin. Als Ungar in der römischen Armee engagiert, gründete er nach seiner Taufe das erste Kloster in Frankreich. Auf seinen Wunsch hin sollten seine Mönche dann in den Regionen Galliens als Missionare tätig sein.

Finden auch wir wieder diesen frischen Elan, das Evangelium zu verkünden, und wie er, den Armen zu dienen, den Armen, unseren Lehrern.

Mgr Michel Aupetit, Tweet 11.November 2022. Übersetzt: Juliana Bauer

Simone Martini: Martin teilt seinen Mantel, um 1321, Fresko in der Unterkirche der Basilika di San Francesco in Assisi

Sankt Martin von Tours teilte nicht nur seinen warmen Mantel mit einem Armen, der in der Kälte vor den Toren von Amiens kauerte; er war vor allem als Bischof von Tours – wie es viele Legenden von ihm erzählen – für die notleidenden Menschen da. Wegen seiner großen Fürsorge für sie und seines schlichten Lebensstils wurde er vom Volk sehr geliebt.

Warum aber machen wir am Martinsfest Lichterprozessionen bzw. Laternenumzüge?

Es gibt eine Erzählung, die davon berichtet, dass Martin, der sich auf zahlreichen Missionsreisen befand, unterwegs starb. Seine Gläubigen holten ihn nach Tours heim und begleiteten sein Schiff mit vielen Lichtern; auch an seinen Todestag hätten sie alljährlich mit einer Lichterprozession erinnert. Das Brauchtum ist bis heute in den Laternenumzügen der Kinder lebendig. Die leuchtenden, bunten Laternen sind Ausdruck für die „strahlende, lichtvolle Botschaft“ des Heiligen Martin.

Gänse an St. Martin

Es gibt mehrere Erzählungen dazu.

Eine eher unbekannte, aber köstliche Legende ist folgende: während Martin den Menschen von Christus predigte, kamen Gänse in die Kirche gewatschelt. Sie schnatterten laut und störten Martins Predigt. Zur Strafe wurden sie danach gebraten.

Beginn des Advents

Mit dem Tag nach Sankt Martin begann in Gallien (Poebene/Norditalien, heutiges Frankreich, Belgien, Teile Westdeutschlands mit Trier) und in den Kirchen mit gallikanischem Ritus die sechswöchige Adventszeit, die, analog zur österlichen Fastenzeit, durch vorweihnachtliche Fasten- und Bußwochen geprägt war. So wurde am Martinstag gefeiert; er war der letzte Festtag vor Weihnachten, an dem es vor allem in wohlhabenden Häusern eine festliche Speiseordnung gab (siehe auch die Martinsgans). In früheren Jahrhunderten, teils noch vor Jahrzehnten und regional verschieden, zogen die Kinder von Haus zu Haus, um von Nachbarn oder Verwandten ihren Anteil am Festessen zu erbetteln.

So kamen oft auch die Ärmeren ein Stück weit auf ihre Kosten.

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